Leibniz-LSB@TUM-News

Leibniz-LSB@TUM-Wissenschaftler erforschen die biologischen Funktionen von sensorisch- und ernährungsrelevanten Lebensmittelinhaltsstoffen und deren Effekte auf den menschlichen Organismus. Hierzu arbeiten Chemiker, Biologen, Technologen und Bioinformatiker interdisziplinär zusammen - da gibt es immer etwas Neues zu berichten. 

2018

November

Lebenswissenschaften für die Sinne

15. November 2018

Im Rahmen des 16. Journalisten-Workshop der Promega GmbH zum Thema „Lebenswissenschaften für die Sinne“ stellte PD Dr. Dietmar Krautwurst neueste Erkenntnisse aus seinem Forschungsbereich vor. Er leitet am Leibniz-LSB@TUM die Sektion II und erforscht mit seinem Team u. a. die Funktion von Geruchsrezeptoren, die sich nicht nur in der Nase, sondern auch auf Zellen des Immunsystems (Leukozyten) befinden.

Warum Einkorn besser für Menschen mit Weizenunverträglichkeit sein könnte

Moderne, aber auch ursprüngliche Weizenarten wie Einkorn, Emmer und Dinkel enthalten natürlicherweise eine Gruppe von Eiweißmolekülen, die im Verdacht steht, Symptome einer Weizenunverträglichkeit auszulösen. Eine neue Studie des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der TU München zeigt erstmals im direkten Vergleich, dass Einkorn im Gegensatz zu Brotweizen, Hartweizen, Dinkel und Emmer keine oder deutlich geringere Mengen dieser Eiweiße enthält. Die Forschenden veröffentlichten ihre Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift Journal of Agricultural and Food Chemistry.

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Unser Stand bei den 18. Münchner Wissenschaftstagen

Unser Thema: Arbeitswelt Lebensmittelforschung 4.0

Damit Käse & Co. besser schmecken – Geschmacksgebenden Fragmenten auf der Spur

Freising, 06. November 2018

Forschende der Technischen Universität München (TUM), des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie und der Universität Hohenheim haben einen neuen methodischen Ansatz entwickelt. Er ermöglicht es, geschmacksgebende Eiweißfragmente in Lebensmitteln wie Käse oder Joghurt schneller zu identifizieren und damit Produktionsprozesse zu optimieren.

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Oktober

FEMA Excellence in Flavor Science Award 2018

22. Oktober 2018

Prof. Dr. Thomas Hofmann ist im Rahmen der 49. Herbsttagung der Flavor and Extract Manufacturers Association of the United States (FEMA) in New York, USA, mit dem FEMA Excellence in Flavour Science Award 2018 ausgezeichnet worden. Die Organisation verleiht den Preis an Forscher, die durch ihre wissenschaftliche Arbeit und ihr außerordentliches Engagement die Geschmacks- und Aromaforschung wesentlich vorangebracht haben sowie international als führende Wissenschaftler auf diesem Gebiet anerkannt sind.

Prof. Hofmann ist der jüngste Preisträger. Er folgt renommierten Experten wie Prof. Wolfgang Meyerhof (2014) und Prof. Peter Schieberle (2008).

2018 AACC International Young Scientist Research Award 

22. Oktober 2018
Dr. Katharina Scherf ist im Rahmen des 2018 AACC International Annual Meetings in London, UK, mit dem Young Scientist Research Award ausgezeichnet worden. Dieser Preis wird für herausragende Forschungsleistungen junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Gebiet der grundlegenden und angewandten Getreidewissenschaften verliehen, die durch ihren Beitrag wesentlich die Getreideforschung vorangebracht haben und diese in Zukunft weiter gestalten werden.

http://aaccnet.org/membership/awards/Pages/YoungScientistResearch.aspx

Thomas Hofmann wird neuer Präsident der TUM

Freising 17.10.2018

Der Hochschulrat der Technischen Universität München (TUM) hat Prof. Thomas Hofmann (50) zum Präsidenten der TUM gewählt. Der erfahrene Hochschulmanager ist seit 2009 Geschäftsführender Vizepräsident für Forschung und Innovation der TUM. Er hatte bedeutenden Anteil an den Erfolgen der TUM in der Exzellenzinitiative. Unter seiner Leitung hat sich die TUM zudem zur gründungsfreundlichsten Universität in Deutschland entwickelt. Der Inhaber des Lehrstuhls für Lebensmittelchemie und Molekulare Sensorik und Direktor des Leibniz-LSB@TUM wird am 1. Oktober 2019 auf Prof. Wolfgang A. Herrmann folgen, der die TUM in 23 Jahren tiefgreifend reformiert und auf internationales Spitzenniveau geführt hat.

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Neuer Gluten-Test auf dem Prüfstand

Ein neuer Gluten-ELISA-Test verwendet erstmals vier verschiedene Antikörper gleichzeitig. Er ist so in der Lage, Gluten-Verunreinigungen in Haferprodukten zu erkennen, die aus Weizen, Roggen und Gerste stammen. Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber bisher verwendeten Antikörper-basierten Tests, die lediglich eine bestimmte Glutenfraktion (Prolamine) detektieren. In den vergangenen drei Wochen haben 19 Laboratorien aus aller Welt unter Führung von Dr. Katharina Scherf vom Leibniz-LSB@TUM überprüft, ob das Testkit hält was es verspricht und den Glutengehalt in Hafer und Haferprodukten zuverlässig und sicher bestimmt. Die Ergebnisse werden in Kürze vorliegen.

Das neue Testkit (RIDASCREEN® Total Gluten, R7041) ist ein Ergebnis des vom BMBF geförderten Verbundprojekts „Fluoreszenzoptisches Schnelltestsystem für den sensitiven Nachweis von Gluten (GLUTEVIS)“.

Damit Hustensaft nicht mehr so bitter schmeckt

Ein internationales Forscherteam hat jetzt neuartige Medikamentenvorstufen für einen schleimlösenden Wirkstoff entwickelt, der freiverkäuflichen Hustenlösern eine bittere Note verleiht. Die neuen Substanzen könnten künftig dazu beitragen, altbewährten Hustensäften die Bitterkeit zu nehmen, da sie den Bitterrezeptor TAS2R14 auf der Zunge nicht aktivieren. Die Substanzen sind bei neutralem pH-Wert stabil. Erst Magensäure wandelt sie in den aktiven, bitter schmeckenden Wirkstoff Guaifenesin um. Besonders Kleinkinder lehnen bittere Medizin oft ab und würden von geschmacklich verbessertem Hustensaft profitieren.

Am Kooperationsprojekt waren auch Forschende des Leibniz-LSB@TUM beteiligt.

Publikation: Thawabteh A, Lelario F, Scrano L, Bufo SA, Nowak S, Behrens M, Di Pizio A, Niv MY, Karaman R (2018) Chem Biol Drug Des, DOI: 10.1111/cbdd.13409. Bitterless guaifenesin prodrugs – design, synthesis, characterization, in vitro kinetics and bitterness studies 

Wir öffnen unsere Türen!

Zum 150-jährigen Bestehen öffnet die Technische Universität München (TUM) am 13. Oktober 2018 an allen vier großen Standorten ihre Türen. Auch das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der TUM und der Lehrstuhl für Lebensmittelchemie und molekulare Sensorik sind in der Zeit von 11.00 bis 17.00 Uhr mit dabei.

Besuchen Sie uns am Wissenschaftsstandort Freising – Weihenstephan! Tauchen Sie ein in die Welt der modernen Lebensmittelforschung und testen Sie Ihre chemischen Sinne. Erfahren Sie mehr über Aroma, Geruch und Geschmack oder warum Süßes auch manchmal bitter schmeckt. Erweitern Sie Ihr Wissen über Weizenunverträglichkeiten und Gluten.

Neben interaktiven Exponaten, interessanten Gesprächen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bieten wir auch Führungen durch unsere Labore an. 

Wann: Samstag, 13. Oktober 2018, von 11.00 bis 17.00 Uhr

Wo: Lise-Meitner-Straße 34, 85354 Freising

Wir sind über den Shuttlebus der TUM gut zu erreichen!

Unser Programm finden Sie hier.

Gesamtangebot der TUM: https://www.tum.de/unileben/veranstaltungen/tag-der-offenen-tuer/

September

Dem Neuwagengeruch auf der Spur

Kennen Sie ihn, den typischen Geruch eines Neuwagens? Viele schätzen ihn als Indikator für die Neuheit des Autos, andere lehnen ihn klar ab.

Forscher des Leibniz-LSB@TUM haben das plastikähnlich, stechend riechende 1-Hexen-3-on als Schlüsselsubstanz für den charakteristischen Geruch von PVC-basiertem Kunstleder identifiziert, das in modernen PKWs an vielen Stellen zum Einsatz kommt. "Die Erkenntnisse werden dazu beitragen, den Innenraumgeruch neuer Autos künftig entscheidend zu minimieren", sagt Studienleiter PD Dr. Martin Steinhaus.

Publikation:Reglitz K und Steinhaus M in: Siegmund B & Leitner E (Eds) (2018) Flavour Sci, Verlag der Technischen Universität Graz, DOI: 10.3217/978-3-85125-593-5-81, CC BY-NC-ND 4.0. Key odorants in the artificial leather of car interiors

enable 2.0: Risikomarker für Übergewicht im Kindesalter

Massives Übergewicht bei Kindern ist ein Gesundheitsproblem, denn die Betroffenen nehmen die überzähligen Pfunde meist mit ins Erwachsenenalter. Damit steigt auch die Gefahr für später auftretende übergewichtsbedingte Krankheiten. Zu diesen zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und bestimmte Krebsarten. Um gezielt vorbeugen zu können, ist es wichtig, gefährdete Kinder so früh wie möglich zu identifizieren.

enable ist eins der vom BMBF geförderten vier Kompetenzcluster der Ernährungsforschung. Sowohl das Leibniz-LSB@TUM als auch der Lehrstuhl für Lebensmittelchemie und Molekulare Sensorik der TUM sind an dem Verbundvorhaben mit jeweils einem Teilprojekt beteiligt. Um neue Ernährungsstrategien gegen Übergewicht bei Kindern zu entwickeln, arbeiten beide Einrichtungen mit dem Dr. von Haunerschen Kinderspital der LMU zusammen. Ihr Ziel ist es, Biomarker zu identifizieren, mit denen sich stark gefährdete Kinder bereits im Babyalter erkennen lassen.

Beteiligte Forscher am Leibniz-LSB@TUM: Prof. Thomas Hofmann, PD Dr. Dietmar Krautwurst, Dr. Patrick Marcinek und Andreas Dunkel.

Bioflavour  2018 - Biotechnology of Flavours, Fragrances and Functional Ingredients

18. - 21. September 2018 DECHEMA-Haus, Frankfurt am Main

Keynote Speakers from Leibniz-LSB@TUM:

Dietmar Krautwurst
From flavours to bioactives – chemoreceptors you always meet twice
Martin Steinhaus
Strategies for the discovery of novel aroma-active key compounds in foods

Neues AiF-Projekt gestartet: „Hitze macht den Unterschied: Direktsäfte im Vergleich“

Hintergrund:

Es gibt unterschiedliche Methoden, um Direktsäfte haltbar zu machen. Neben der klassischen Hitze-Pasteurisierung gibt es auch schonende Verfahren, bei denen die relativ hohe thermische Belastung der Produkte entfällt. Dies trägt dazu bei, das natürliche Aroma, den frischen Geschmack sowie einen hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen im Saft zu erhalten.

Die Saftqualität ist nach der klassischen Pasteurisierung stark verändert. Dennoch bietet der Markt oft Produkte als schonend hergestellt an, die als Basis hitze-pasteurisierte Säfte enthalten. Häufig werden solche Säfte zum gleichen Preis wie komplett schonend verarbeitete, hochwertige Direktsäfte verkauft. Dies ist sowohl für Verbraucher als auch für Hersteller hochwertiger Produkte von Nachteil. Bislang fehlen jedoch einfache, aber präzise Methoden, mit denen sich eine solche Falschvermarktung nachweisen lässt.

Forschungsziel:

Das Ziel des neuen Forschungsprojekts ist es, geeignete Nachweisverfahren zu entwickeln, um Falschvermarktungen aufzudecken. An dem Kooperationsprojekt forschen PD Dr. Martin Steinhaus und Eva Bauersachs vom Leibniz-LSB@TUM gemeinsam mit der Arbeitsgruppe von Prof. Andreas Schieber von der Universität Bonn.

Förderung:

Das Kooperationsprojekt wird über die Forschungsvereinigung Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) und über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Link zum AiF-Projekt.

Lebensmittelinhaltsstoff mit potentiellen Nebenwirkungen

Tyramin ist eine natürliche, bioaktive Substanz, die wir über verschiedene Lebensmittel aufnehmen. Insbesondere bestimmte Käsesorten wie Roquefort oder Soja Soße können größere Mengen enthalten. Bei einer übermäßigen Aufnahme oder in Zusammenhang mit der Einnahme bestimmter Medikamente kann Tyramin toxisch wirken und extremen Bluthochdruck, pseudoallergische Reaktionen sowie Migräne verursachen.

Wissenschaftler des Leibniz-LSB@TUM haben nun Daten zum Tyramingehalt von über 100 Lebensmitteln in einem Übersichtsartikel zusammengestellt. Zudem beschreiben sie die Faktoren, die den Gehalt des biogenen Amins beeinflussen, sowie die molekularen Zielstrukturen, über die Tyramin seine Wirkung im menschlichen Körper entfaltet.

Publikation: Andersen G, Marcinek P, Sulzinger N, Schieberle P, Krautwurst D (2018) Nutrition Reviews, DOI: 10.1093/nutrit/nuy036. Food sources and biomolecular targets of tyramine

Mehl-Schnelltest weiterentwickelt

Die Ergebnisse einer Vergleichsstudie des Leibniz-LSB@TUM erlauben es erstmals, die Backqualität von Dinkel-, Emmer- und Einkorn-Vollkornmehl schnell und verlässlich vorherzusagen. "Die neuen Resultate könnten zukünftig dazu beitragen, zeitraubende und aufwendige Voruntersuchungen im Labor zu ersetzen", sagt Dr. Katharina Scherf, die am Institut die Arbeitsgruppe Functional Biopolymer Chemistry leitet. Die Publikation finden Sie hier.

Lesen Sie auch die zugehörige Pressemitteilung!

Förderung:

Das Kooperationsprojekt wurde über die Forschungsvereinigung Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) und über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie  gefördert. 

August

Bitterrezeptor im Darm wirkt antidiabetisch

Der von einem Hopfeninhaltsstoff abgeleitete, synthetische Bitterstoff KDT501 vermittelt seine antidiabetische Wirkung über einen Bitterrezeptor im Magendarmtrakt - zumindest bei Mäusen. Die extraoralen Bitterrezeptoren könnten daher zukünftig bei der Behandlung von Stoffwechselerkrankungen eine Rolle spielen.

Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Kooperationsprojekt des Scripps Research Institute in La Jolla, USA, an dem auch Dr. Maik Behrens vom Leibniz-LSB@TUM beteiligt ist. Die Publikation finden sie hier.

Schaumkrone: Kulturgut Bier

Thomas Hofmann, Direktor des Leibniz-LSB@TUM, im Gespräch mit „leibniz“, dem Magazin der Leibniz-Gemeinschaft. Thema: Genuss und Braukunst

Meilenstein: Weizen Genom entschlüsselt

Wissenschaftler haben nun mehr als 94% des Genoms von Brotweizen entschlüsselt. Die Erkenntnisse könnten dazu beitragen, die globale Ernährung zu sichern und möglicherweise einige Immunstörungen wie Zöliakie oder Weizenallergien zu lindern.

"[Dies] ist ein echter Meilenstein in der Weizenforschung. Die Ergebnisse bilden eine Grundlage für zukünftige Züchtungsstrategien. Sie werden dabei helfen, Weizensorten zu verbessern, die widerstandsfähig gegen Klimawandel, Schädlinge und Pathogene sind und gleichzeitig eine gute landwirtschaftliche Leistung in Bezug auf Ertrag und Nährstoffdichte bieten" kommentiert Katharina Scherf vom Leibniz-LSB@TUM in AXIOS. Lesen Sie mehr...

Das Programm für das AACC International Meeting in London steht!

Dr. Katharina Scherf ist diesjähriger Program Team Chair des im Oktober 2018 stattfindenden AACC International Meetings in London. Sie ist für die Organisation des wissenschaftlichen Programms verantwortlich, das nun steht. Am Leibniz-LSB@TUM leitet sie die Arbeitsgruppe Functional Biopolymer Chemistry. Mehr Infos zum Meeting finden Sie in Cereal Foods World

Juli

Gluten-Tests im Vergleich

Das in Getreidearten wie Weizen enthaltene Gluten kann bei erblich vorbelasteten Menschen die Darmkrankheit Zöliakie auslösen. Zuverlässige Analysemethoden sind daher wichtig, um sicherzustellen, dass glutenfreie Produkte nicht mehr als 20 mg/kg Gluten enthalten. Ein Team um Dr. Katharina Scherf vom Leibniz-LSB@TUM hat nun die Zuverlässigkeit verschiedener immunologischer Nachweismethoden für Gluten miteinander verglichen. Wie es feststellt, bestehen teilweise große Unterschiede zwischen den Methoden, insbesondere beim Nachweis von Gluten aus Dinkel, Durum-Weizen, Emmer und Einkorn. Die Studienergebnisse weisen darauf hin, dass hinsichtlich der Nachweismethoden für Gluten noch Optimierungsbedarf besteht.

Schopf M, Scherf KA (2018) Journal of Cereal Science 83: 32-41, Wheat cultivar and species influence variability of gluten ELISA analyses based on polyclonal and monoclonal antibodies R5 and G12.

Gedankenaustausch zu Ernährungsfragen

19. Juli 2018. Hans-Joachim Fuchtel, Mitglied des deutschen Bundestages und Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft besucht das Leibniz-LSB@TUM. Prof. Dr. Hofmann gab einen Einblick in die aktuellen Forschungsthemen des Leibniz-Instituts.

Die molekulare Welt der Gerüche: Von ersten Geigen zum sensorischen Klangbild

Am 06. Juli 2018 hielt Prof. Thomas Hofmann anlässlich der Akademischen Jahresfeier der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität Siegen einen Vortrag zum Thema: Die molekulare Welt der Gerüche: Von ersten Geigen zum sensorischen Klangbild.

Juni

100 Jahre Molekulare Lebensmittel- und Ernährungsforschung

Das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der TU München feierte am 15. Juni 2018 sein 100-jähriges Jubiläum.

Video mit Grüßen an das Institut und Impressionen der Feier.

16,7 Mio Euro für die Forschungsinfrastruktur

Knapp 17 Millionen Euro wird das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie dem Leibniz-LSB@TUM für Investitionen in eine moderne Forschungsinfrastruktur zur Verfügung stellen, um die starke Stellung des Instituts als Innovationsmotor weiter auszubauen.

Pressemitteilung zur Hundertjahrfeier

100 Jahre innovative Forschung für eine gesunde und schmackhafte Ernährung

Am 15. Juni 2018 feierte das Leibniz-LSB@TUM sein hundertjähriges Jubiläum im Rahmen eines wissenschaftlichen Festsymposiums mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

Pressemitteilung zur Hundertjahrfeier

14. Juni 2018: Neues AiF-Projekt „Aktivität von Amylase-Trypsin-Inhibitoren“ geht an den Start

Hintergrund

Amylase-Trypsin-Inhibitoren sind Enzyme, die natürlicherweise in glutenhaltigen Getreidearten wie Weizen und damit auch in Backwaren enthalten sind. Jüngste Forschungsergebnisse des Teams um Prof. Dr. Dr. Detlef Schuppan vom Institut für Translationale Immunologie der Universitätsmedizin Mainz weisen darauf hin, dass nicht vorrangig Gluten, sondern besagte Enzyme für die Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität verantwortlich sind. Die Symptome dieser Erkrankung treten vorwiegend extraintestinal, also nicht im Verdauungstrakt auf. Hierzu zählen Benommenheit, Müdigkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen, Hautveränderungen und depressive Verstimmungen. Ebenso können sich bereits vorhandene chronische Erkrankungen verschlimmern. Schuppan geht davon aus, dass die Enzyme bei einigen Menschen das angeborene Immunsystem im Dünndarm aktivieren, das normalerweise für das Erkennen von Krankheitserregern verantwortlich ist. Ist es aktiv, setzt es u. a. entzündungsfördernde Stoffe frei und verursacht so die Beschwerden bei den Betroffenen. Da die Immunreaktion rein dosisabhängig ist, reicht es laut Aussage der Wissenschaftler aus, die Enzymaufnahme um ca. 80 – 95 Prozent zu verringern, um das Auftreten von Krankheitszeichen zu verhindern. Bislang ist jedoch unklar, wie die Enzym-Konzentrationen und -Aktivitäten in Getreideprodukten wie Brot miteinander korrelieren oder inwieweit unterschiedliche Herstellungsprozesse und verwendete Getreidearten/-sorten diese beeinflussen.

Forschungsziel

Im neuen Forschungsprojekt arbeiten daher Sabrina Geißlitz und Projektleiterin Dr. Katharina Scherf vom Leibniz-LSB@TUM mit dem Team von Prof. Schuppan eng zusammen, um zur Klärung dieser Punkte beizutragen. Ihr Ziel ist es, empfindliche und verlässliche Nachweismethoden für Dienstleistungslaboratorien zu entwickeln, die es ermöglichen, die Herstellungsprozesse von Backwaren so zu optimieren, dass in den Produkten der Enzymgehalt nur noch minimal ist. Das Resultat wären gut kontrollierte Backwaren, die bekömmlicher für Patienten mit einer Weizensensitivität oder einem Reizdarm sind. 

Das Kooperationsprojekt wird über die Forschungsvereinigung Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) und über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit rund 458.000 Euro gefördert. 

9. Juni 2018: Teilnahme an der Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin

Von 17 bis 24 Uhr, zur Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin präsentierten Wissenschaftlerinnen des Leibniz-LSB@TUM gemeinsam mit Forschungspartnern aus dem Leibniz-Forschungsverbund „Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung“ ihre Forschung in der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft

Beim Stand des Leibniz-LSB@TUM ging es rund um die Fragen: Ist Gluten generell gesundheitsschädlich? Wie verträglich ist Weizen? Sind alte Sorten besser als neue? Fragen, denen die Leibniz-LSB@TUM-Forscher zusammen mit Kollegen des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben im Projekt "Wheatscan" gemeinsam nachgehen. Forschungsziel des Wheatscan-Projekts ist es, dazu beizutragen, die Ursachen der Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität (NCWS) aufzuklären. Hierzu untersucht das Konsortium 60 deutsche Weizensorten, die zwischen 1891 und 2010 den Anbau in Deutschland dominierten. Die Forschungsergebnisse sollen eine wissenschaftliche Basis schaffen, um neue Weizensorten zu entwickeln, welche ein möglichst geringes krankheitsförderndes Potential bei guten Nährstoffgehalten und Produkteigenschaften besitzen, sowie eine ausreichende Rentabilität gewährleisten.

April

Leibniz-LSB@TUM-Publikation auf dem Cover des Journal of Agricultural and Food Chemistry 

Dr. Katharina Scherf, die am Institut die Arbeitsgruppe Functional Biopolymer Chemistry leitet, veröffentlicht zusammen mit Kollegen in der Aprilausgabe des Journal of Agricultural and Food Chemistry einen Artikel über eine neue Nachweismethode für Gluten. Gluten kann bei bestimmten Menschen bereits in geringen Mengen die entzündliche Darmerkrankung Zöliakie auslösen. Zu wissen, ob und wie viel Gluten in Getreideprodukten enthalten ist, ist daher für Betroffene sehr wichtig. 

Bei der neuen Methode handelt es sich um ein Tandemverfahren, bei dem Flüssigkeitschromatographie und Massenspektrometrie gekoppelt sind. Hierdurch lassen sich auch noch sehr geringe Glutenmengen in Gersten-, Roggen- und Haferprodukten quantitativ nachweisen. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass sich mit ihr, anders als bei den bislang verwendeten Methoden, der gesamte Glutengehalt der Probe ermitteln lässt und nicht nur der Gehalt einer bestimmten Glutenfraktion (Prolaminfraktion). Mehr…

Sensoren für Lebensmittelaromen – Geruchsrezeptoren als "analytische, molekulare Nase“

Am 10. April 2018 spricht Dr. Dietmar Krautwurst, Leiter der Sektion II am Leibniz-LSB@TUM, auf der Internationalen Leitmesse analytica in München über ein neues Meßsystem, das er mit seinem Team entwickelt hat und das dazu dient, komplexe lebensmitteltypische Aromen zu digitalisieren. Die mithilfe des Systems gewonnenen Aromasignaturen können in Lebensmittelproduktionsprozessen zur Analytik und Qualitätssicherung eingesetzt werden.

Link zur Termindatenbank der 26. Leitmesse...

100 Jahre erfolgreiche molekulare Lebensmittel- und Ernährungsforschung

Seit dem 03. April 2018 blickt das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der technischen Universität München (Leibniz-LSB@TUM) voller Stolz auf 100 Jahre erfolgreiche molekulare Lebensmittel- und Ernährungsforschung zurück. Seinen Ursprung hat das Institut in der 1918 von der königlich-bayerischen Regierung als öffentlich-rechtliche Stiftung gegründeten Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie. Gründungsdirektor war Geheimrat Prof. Dr. phil. Dr. med. Theodor Paul, der damals den Lehrstuhl für Pharmazie und angewandte Chemie der Universität München innehatte. Die erste Sitzung des Stiftungsrats fand am 31. Juli 1918 in München statt. Mehr über die spannende Institutsgeschichte erfahren sie hier.

Am Freitag, dem 15. Juni 2018, werden wir unser 100-jähriges Jubiläum im Rahmen eines wissenschaftlichen Festsymposiums gebührend feiern.

März

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe:

„TUM@Freising“ spricht Prof. Thomas Hofmann im Lindenkeller über „Was schmeckt, wenn’s schmeckt?“

Am 13. März 2018 spricht Prof. Dr. Thomas Hofmann, Leiter des TUM-Lehrstuhls für Lebensmittelchemie und Molekulare Sensorik und wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der TUM, über unsere Sinneswahrnehmung von Gerüchen und Geschmäckern. Denn wie eintönig wäre unser Leben ohne die Fähigkeit, Düfte und Aromen zu erkennen und zu genießen? Prof. Hofmann wird darstellen, wie komplex unser Geschmackssinn funktioniert – und wie Forscher den Geschmack unseres Essens beeinflussen können.

Link zu Webseite der Veranstaltungsreihe...