Leibniz-LSB@TUM-News

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Leibiz-LSB@TUM erforschen die biologischen Funktionen von sensorisch- und ernährungsrelevanten Lebensmittelinhaltsstoffen und deren Effekte auf den menschlichen Organismus. Hierzu arbeiten Chemiker, Biologen, Technologen und Bioinformatiker interdisziplinär zusammen – da gibt es immer etwas Neues zu berichten.

Archiv

2026

Juni

Leibniz-LSB@TUM bei der Premiere von „Science am Rang“

Bei der ersten Ausgabe von „Science am Rang“ am 13. Juni 2026 auf dem Campus Weihenstephan durften wir bei bestem Sommerwetter zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher an unserem Infostand begrüßen. Besonders großen Anklang fand unser Mitmachangebot rund um das Thema Alltagsgerüche. Mit vertrauten Düften aus der Küche konnten Jung und Alt ihren Geruchssinn testen. Ebenso lernten die Teilnehmenden typische Geruchsstoffe kennen, die bei der Herstellung pflanzlicher Lebensmittel häufig eine Herausforderung darstellen. Zudem hatten sie die Möglichkeit, unterschiedlich bittere Erbsenproteinhydrolysate zu verkosten.

In zahlreichen Gesprächen informierte das Team darüber, wie sich zum Beispiel unerwünschte Bittereigenschaften von Proteinfragmenten (Peptiden und Aminosäuren) reduzieren lassen und welche Bedeutung Proteine und Peptide für das Sättigungsgefühl haben. Ein besonderes Highlight war das 3D-Modell eines menschlichen Bittergeschmacksrezeptors.

„Science am Rang“ hat eindrucksvoll gezeigt, wie spannend, verständlich und erlebbar Wissenschaft sein kann. Wir bedanken uns für das große Interesse, die vielen neugierigen Fragen und die anregenden Gespräche. Ebenso danken wir den Veranstaltern von „Kino am Rang“ für die unkomplizierte und sehr unterstützende Zusammenarbeit.

Die Veranstaltung fand erstmals in Verbindung mit der etablierten Veranstaltungsreihe „Kino am Rang“ statt und war ein Gemeinschaftsprojekt der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, der Technischen Universität München, des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München sowie der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft.


Nachlese: PRESSEMITTEILUNG der HSWT

„Science am Rang“ begeistert am Campus Weihenstephan
Besuchende konnten überraschende Phänomene und kreative Herausforderungen rund um die Wissenschaft erleben. Die verschiedenen Stationen wurden von vier Weihenstephaner Wissenschaftseinrichtungen angeboten.

Lesen Sie weiter unter: www.hswt.de/hochschule/kontakt/presse-und-medien/pressemitteilungen/detail/science-am-rang-begeistert-am-campus-weihenstephan

Neue Studie zeigt: Standardtests erkennen nicht immer alle Glutenreste in Gerstenbier

Freising, 08. Juni 2026 – Einige als „glutenfrei“ gekennzeichnete Gerstenbiere enthalten geringe Mengen an Zöliakie-aktiven Glutenresten, welche die derzeit üblichen antikörperbasierten Standardtests nicht erfassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München. Darin verglichen Forschende zwei antikörperbasierte Testverfahren mit einem am Institut neuentwickelten massenspektrometrischen Nachweisverfahren. Die Studienergebnisse zeigen, dass moderne lebensmittelanalytische Methoden künftig dazu beitragen könnten, die Sicherheit glutenfreier Produkte weiter zu verbessern.

Weitere Informationen unter …

Publikationen:

Tissen E., Geisslitz S., Maier B., Scherf K.A. (2026). Identification of celiac disease-active peptides in gluten-free barley beers by nanoLC-MS/MS. Appl Food Res; 6, 101952. 10.1016/j.afres.2026.101952.

Tissen, E., Geisslitz, S. and Scherf, K.A. (2025). Absolute quantitation of celiac disease-active gluten peptides in gluten-free barley beer by targeted nanoLC-MS/MS. Food Res Int. 222, Part 2, 117703. 10.1016/j.foodres.2025.117703.

Förderung: 

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizon 2020“ der Europäischen Union unter der ERA-NET-Confund-Aktion Nr. 696296 über die Gemeinsame Programmplanungsinitiative „A Healthy Diet for a Healthy Life“ (JPI HDHL) sowie über das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), Projekt-Nr. 01EA2205A (ImmunoSafe-CeD), gefördert. Die Messungen am Q Exactive Plus Orbitrap-Massenspektrometer wurden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unter der Projekt-Nr. 445432254 gefördert.

Warum schmeckt Kaffee nicht nach Koffein?

Geschmackstester beschreiben Koffein als sehr bitter oder sogar medizinisch schmeckend. Und doch hat eine Tasse Kaffee normalerweise ein angenehmes Mundgefühl. Wie eine Kooperationsstudie der Technischen Universität München und des Leibniz-LSB@TUM jetzt zeigt, mildern Verbindungen, die bei der Röstung der Kaffeebohnen durch die Maillard-Reaktion entstehen, die Bitterkeit des Koffeins.

Weitere Informationen unter: https://www.acs.org/pressroom/presspacs/2026/june/why-doesnt-coffee-taste-like-caffeine.html

Publikation: Gigl, M., Kreissl, J., and Frank, O. (2026). Impact of Interactions between Melanoidins and Caffeine on the Bitter Taste of Coffee Beverages. J Agric Food Chem. 10.1021/acs.jafc.5c17022. https://pubs.acs.org/doi/pdf/10.1021/acs.jafc.5c17022?ref=article_openPDF

Doktorandin des Leibniz-LSB@TUM beim 75. Lindau Nobel Laureate Meeting

Herzlichen Glückwunsch! Julia Benthin, Doktorandin in der von Dr. Melanie Köhler geleiteten Nachwuchsgruppe Mechanoreceptors & Sensory Biophysics, wurde zur Teilnahme am 75. Lindau Nobel Laureate Meeting (28. Juni – 3. Juli 2026) ausgewählt. Das traditionsreiche Treffen bringt rund 75 Nobelpreisträgerinnen und -träger sowie mehrere hundert exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus aller Welt zusammen.

Das Jubiläumsmeeting steht im Zeichen der Interdisziplinarität – ein Ansatz, der auch Julia Benthins Forschung prägt: Sie verbindet Biophysik, Lebensmittelchemie, Molekularbiologie und Humansensorik, um mechanosensorische Prozesse bei der oralen Texturwahrnehmung sowie deren Einfluss auf den Geschmackseindruck besser zu verstehen. Mit ihrer Teilnahme repräsentiert sie das Leibniz-LSB@TUM auf internationaler Bühne und bringt zugleich neue Impulse aus einem globalen Wissenschaftsnetzwerk nach Freising zurück. Darüber hinaus steht sie während des Meetings für Interviews und Einblicke in ihre Forschung zur Verfügung.

Mai

Dr. Sabrina Geißlitz mit Nazareno Strampelli Award 2026 ausgezeichnet

Dr. Sabrina Geißlitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Food Biopolymer Chemistry von Prof. Dr. Katharina Scherf, ist mit dem Nazareno Strampelli Award 2026 (Kategorie B) ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert und würdigt herausragende Beiträge zur Weizenforschung. Die Auszeichnung wurde im Rahmen des 4. International Wheat Congress (IWC4) verliehen, der vom 25.–29. Mai 2026 in Bologna (Italien) stattfand. Der erstmals vergebene Preis ehrt den Pionier der modernen Weizenzüchtung Nazareno Strampelli und wird von einem internationalen Konsortium getragen. Er richtet sich an Nachwuchs- und Mid-Career-Forschende mit besonders wirkungsstarker, anwendungsnaher Forschung. Das Leibniz-LSB@TUM gratuliert herzlich zu dieser internationalen Auszeichnung!

Ausgezeichnete Publikation: Geißlitz, S., Schierenbeck, M., Börner, A., & Scherf, K. A. (2025)
Green Revolution reduced height (Rht) genes did not increase amylase/trypsin-inhibitor content in near isogenic wheat lines, Journal of Cereal Science, 126, 104325, https://doi.org/10.1016/j.jcs.2025.104325

Die Studie zeigt, dass die in modernen Weizensorten eingesetzten Zwergwuchs-Gene (Reduced height-Rht-Gene) den Gehalt an Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATI) nicht erhöhen. Damit liefert sie wichtige Evidenz in der Debatte um mögliche Ursachen züchtungsbedingter, weizenbezogener Unverträglichkeiten.

Lesen Sie auch: https://www.leibniz-lsb.de/presse-oeffentlichkeit/pm-20250916-pressemitteilung-weizen-extremer-zwergwuchs-gluten-backqualitaet

Bittere Kräuterextrakte stimulieren Magenzellen

Freising, 11. Mai 2026 - Bittere Kräuterextrakte gelten seit Langem als verdauungsförderlich. Doch welche molekularen Mechanismen liegen dieser Wirkung zugrunde? Eine Studie des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München liefert nun neue Erkenntnisse. Ihre Untersuchungen an einem zellulären Modellsystem ergaben: Insbesondere in Kombination können Kräuterextrakte menschliche Magenzellen zur Säureproduktion anregen. Besonders wirksam sind dabei Extrakte mit einem hohen Gehalt an Polyphenolen. Zudem zeigt die Studie, dass drei der etwa 25 verschiedenen menschlichen Bitterrezeptortypen an diesem Prozess beteiligt sind.

Weitere Informationen unter ...

Publikation: Richter, P., Piqué-Borràs, M.-R., Künstle, G., Somoza, V. (2026). A Digestive Herbal Mixture Preparation Stimulates Proton Secretion in Human Parietal Cells through Phenolic Compounds Targeting Bitter Taste Receptors. Mol. Nutr. Food Res. 70, 6. https://doi.org/10.1002/mnfr.70443.

Finanzierung: Die Autoren erklären, dass diese Studie von der Weleda AG finanziell unterstützt wurde. Der Geldgeber war weder an der Studienkonzeption noch an der Datenerhebung, -analyse und -auswertung, dem Verfassen dieses Artikels oder der Entscheidung über dessen Einreichung zur Veröffentlichung beteiligt.

Zwei der Coautoren geben folgende finanzielle Interessenkonflikte an: M.-R. Piqué-Borràs und G. Künstle sind bei der Weleda AG in Arlesheim/Schweiz beschäftigt.

April

Wie Lebensmittel wirken und schmecken: Neue Nachwuchsgruppe entwickelt Vorhersagemodelle

Freising, 30. April 2026 – Am Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München hat zum 15. April 2026 eine neue Nachwuchsgruppe ihre Arbeit aufgenommen. Unter der Leitung von Dr. Nikolai Köhler widmet sich die Gruppe Integrative Food Systems Analysis der Entwicklung computergestützter Vorhersagemodelle für die sensorischen und physiologischen Wirkungen von Lebensmittel-Inhaltsstoffsystemen.

Weitere Informationen unter ...

Gastgeber für Arbeitsgruppentreffen

Am Mittwoch, den 29. April 2026, war das Leibniz-LSB@TUM Gastgeber des Arbeitsgruppentreffens Süd der Deutschen Gesellschaft für Sensorik (DGSens). Im Rahmen einer kurzen Präsentation sowie eines Rundgangs durch die Räumlichkeiten stellte sich die Arbeitsgruppe Aroma Chemistry, vertreten durch PD Dr. Martin Steinhaus und Dr. Veronika Mall, vor und gab spannende Einblicke in ihre Arbeit. Das Leibniz-LSB@TUM dankt den Teilnehmenden für den anregenden Austausch und den Besuch!

Boys’Day 2026 in Freising: Gegen Rollenklischees im Ernährungsbereich

Wie vielfältig und spannend Berufe im Ernährungsbereich sind, konnten 14 Schüler der 8. bis 10. Klasse aus Freising und Umgebung am 23. April 2026 beim Boys’Day am Campus Weihenstephan erleben. Gastgeber war das Leibniz‑Institut für Lebensmittel‑Systembiologie an der TUM, gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und der Technischen Universität München (Lehrstuhl für Lebensmittelchemie und Molekulare Sensorik).

Die Jugendlichen erhielten praxisnahe Einblicke in die Berufsfelder Lebensmittelchemie und Ernährungswissenschaft/Oecotrophologie. Besonders gut ankamen die interaktiven Geruchs‑ und Geschmacksexperimente, der offene Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie die gemeinsame Brotzeit mit anschließender Gesprächsrunde.

Das Feedback der Teilnehmer:
interessant – spannend – eindeutig weiterzuempfehlen.

Vielen Dank an alle Beteiligten – und besonders an die Schüler für ihre Neugier und ihr großes Interesse.

Unser herzlicher Dank gilt ebenso Dr. Oliver Frank (TUM) und Dr. Johanna Kreißl (Leibniz‑LSB@TUM) für die anschaulichen und interaktiven Einblicke in den Berufsalltag eines Lebensmittelchemikers.

Ebenso danken wir Christine Röger (KErn) und ihrem Team, zu dem u. a. Lara Kilian, Silke Weiß und Linda Bergmann gehören, für die hervorragende Zusammenarbeit und Organisation, die spannenden fachlichen Einblicke und die begeisternden Sensorik‑Experimente, die bei allen Teilnehmenden für zahlreiche Aha‑Momente sorgten.

Ein besonderer Dank geht an die Promovierenden Silvia Schäfer und Timm Michel (Leibniz‑LSB@TUM) sowie Lara Kilian (KErn), die offen über Forschung, Promotion und den Berufsweg in der Wissenschaft sprachen und viele Fragen zu aktuellen Ernährungstrends beantworteten.

Lesen Sie auch: https://www.linkedin.com/pulse/boys-day-wissen-schmecken-christine-michaela-r%C3%B6ger-kuref/?trackingId=%2BDBP0eF1Qo6gVzwlC0PkRQ%3D%3D

Neuer Forschungsansatz erhöht Geschmacksstabilität von Leinöl und verlängert dessen Haltbarkeit

Freising, 20. April 2026 - Wie lässt sich der milde Geschmack von Leinöl länger erhalten? Ein Forschungsteam um Roman Lang vom Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München ist dieser Frage nachgegangen. Wie das Team in seiner aktuellen Studie zeigt, lassen sich mithilfe von Bleicherde (Magnesium-Aluminium-Silikat) natürliche Vorstufen von Bitterstoffen schonend aus dem Öl entfernen. Dadurch bilden sich während der Lagerung deutlich weniger Bitterstoffe und das Leinöl bleibt länger geschmacklich stabil. Der besondere Vorteil: Der hohe Gehalt an gesundheitlich wertvollen Fettsäuren sowie der typische Charakter des Öls bleiben trotz der Reinigung erhalten.

Weitere Informationen unter ...

Publikation: Zavrak, S., Graßl, A., and Lang, R. (2026). Removal of cyclolinopeptides leads to reduced bitter taste of flaxseed oil. Appl Food Res. 10.1016/j.afres.2026.101777. https://doi.org/10.1016/j.afres.2026.101777 

Schöne Feiertage!

Mit Blick auf die bevorstehenden Osterfeiertage wünschen wir Ihnen und Ihren Familien erholsame Tage, Zeit zum Auftanken sowie viele schöne Momente im Kreis Ihrer Liebsten.

März

Postdoc des Leibniz-LSB@TUM referiert in internationaler Webinar-Reihe „GPCR-Zoominare 2026“

Die renommierte Webinar-Reihe „GPCR-Zoominare“ (https://www.gpcrforum.org/events/gpcr-zoominars) bietet jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern (Early Career Investigators, ECIs) aus allen Bereichen der GPCR-Forschung eine internationale Plattform, um ihre aktuellen Forschungsergebnisse einem weltweiten Fachpublikum vorzustellen.

Dr. Phil Richter, Postdoc in der von Pof. Dr. Veronika Somoza geleiteten Arbeitsgruppe „Metabolic Function & Biosignals“ am Leibniz-LSB@TUM, wird am 5. März 2026 von 16:00 bis 17:00 Uhr CET einen Vortrag halten. Der Titel des Vortrags lautet: „Interaction of bitter-tasting peptides with extra-oral bitter taste receptors and their physiological role in the stomach.“.

Zu den Organisatoren der Webinar-Reihe zählt auch Dr. Alessandro Nicoli, der in der Arbeitsgruppe "Molecular Modeling" von Prof. Dr. Antonella Di Pizio am Leibniz-LSB@TUM tätig ist.

Interessierte können die Zoominare über Twitter/X und LinkedIn verfolgen oder der Mailingliste des GPCR-Forums beitreten, um über kommende Veranstaltungen informiert zu bleiben.

Engagement für den Nachwuchs: Dr. Phil Richter als Juror bei „Jugend forscht“

Dr. Phil Richter, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Metabolic Function & Biosignals von Prof. Dr. Veronika Somoza, hat als Jurymitglied beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ München West mitgewirkt.

Der Wettbewerb fand am 3. und 4. März 2026 im Raumfahrtkontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen statt und brachte zahlreiche Schülerinnen und Schüler zusammen, die ihre Forschungsprojekte präsentierten.

Als Juror im Fachgebiet Chemie bewertete Phil Richter die eingereichten Arbeiten, diskutierte vor Ort mit den Teilnehmenden und zeigte sich besonders beeindruckt von der wissenschaftlichen Qualität und dem Engagement der jungen Forschenden.

„Jugend forscht“ zählt zu den bedeutendsten Nachwuchswettbewerben Deutschlands und bietet Forschenden wie Phil Richter eine wertvolle Gelegenheit, junge Talente zu unterstützen und Einblicke in die innovativen Ideen der nächsten Generation zu gewinnen.

Unser herzliches Dankeschön geht an Phil Richter für sein großes Engagement!

Februar

Neue Printausgabe des »leibniz«-Magazins erschienen

Die neue Printausgabe des Magazins der Leibniz-Gemeinschaft beleuchtet das Thema »Nacht« mit zahlreichen spannenden und interessanten Beiträgen. Auch zwei Forschende des Leibniz-LSB@TUM sind in dem Artikel „Der Schwarze Zaubertrank“ zu Wort gekommen. Danke an Dr. Roman Lang und Coline Bichlmaier für das schöne Interview!

Der Schwarze Zaubertrank: Er besitzt die Macht, das Zeitempfinden zu manipulieren, beugt Depressionen vor und wurde vom Papst zum christlichen Getränk erklärt. Außerdem ist Kaffee ein exzellenter Wachmacher, um die Nacht auszudehnen.

»leibniz« ist das Magazin der Leibniz-Gemeinschaft. In drei Schwerpunkten im Jahr, von denen einer in gedruckter Form erscheint, erzählt es aus Wissenschaft und Gesellschaft und stellt die Menschen hinter der Leibniz-Forschung vor. Alle Schwerpunkte und weitere Beiträge finden Sie unter https://www.leibniz-magazin.de/. Die Printausgabe können Sie kostenlos abonnieren mit einer E-Mail an abo@leibniz-gemeinschaft.de.

Besuch aus Österreich

Am 12. Februar 2026 hießen das Leibniz-LSB@TUM und der Lehrstuhl für Lebensmittelchemie und molekulare Sensorik der Technischen Universität München (TUM) 15 österreichische Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe zehn der Höheren Technischen Lehranstalt (HTL) Leoben in Österreich sowie zwei begleitende Lehrkräfte herzlich willkommen. Dr. Johanna Kreißl, Wissenschaftlerin am Leibniz-Institut, und Dr. Oliver Frank, Wissenschaftler am Lehrstuhl der TUM, gaben den Jugendlichen die Möglichkeit, in die faszinierende Welt der Lebensmittelforschung einzutauchen. Durch einen spannenden Vortrag mit kleinen, anschaulichen Experimenten und den direkten Gesprächsaustausch erhielten die angehenden Maturantinnen und Maturanten einen umfassenden Einblick in die Berufswelt einer Lebensmittelchemikerin bzw. eines Lebensmittelchemikers.

Herzlichen Glückwunsch an Quoc Hung Le!

Quoc Hung Le, Doktorand in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Katharina Scherf am Leibniz-LSB@TUM, wurde mit dem „Student Oral Award” beim 31. Proteomics Symposium ausgezeichnet. Das Symposium fand vom 5. bis zum 6. Februar 2026 in Lorne, Australien, statt.

Feierliche Amtsübergabe am Leibniz-LSB@TUM: Prof. Dr. Corinna Dawid wird offiziell gewürdigt

Mit einer Festveranstaltung im Hörsaal der Alten Akademie in Freising beging das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (Leibniz-LSB@TUM) am 05. Februar 2026 die feierliche Amtsübergabe an seine Wissenschaftliche Direktorin Prof. Dr. Corinna Dawid. Die Veranstaltung würdigte den bereits im Mai 2025 vollzogenen Leitungswechsel und markiert zugleich einen wichtigen institutionellen Moment nach Abschluss der jüngsten Institutsevaluierung.

Weitere Informationen unter ...

Nähere Informationen zum Programm finden Sie hier.

Januar

Bittergeschmacksrezeptoren an der Schnittstelle zwischen Ernährung, Hormonsystem und Gesundheit

Freising, 28. Januar 2026 – Ein bitterer Geschmack gilt seit jeher als Warnsignal und soll davor schützen, potenziell schädliche Stoffe aufzunehmen. Doch Bittergeschmacksrezeptoren können offenbar weit mehr als nur den Geschmack von Lebensmitteln bewerten. Eine aktuelle Studie des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München zeigt nun, dass bestimmte menschliche Bittergeschmacksrezeptoren auch auf Steroidhormone reagieren. Sie könnten somit eine bislang unterschätzte Rolle bei physiologischen Prozessen spielen.

Weitere Informationen unter ...

Publikation:  Lang, T., Ferri, F., Ziegler, F., Di Pizio, A., Behrens, M. (2026). Steroid Hormones Are Potent and Putatively Endogenous Activators of Human Bitter Taste Receptors. Ann N Y Acad Sci. 10.1111/nyas.70172.

Exzellente Doktorarbeit in der Lebensmittelchemie ausgezeichnet

Ein großer Erfolg für Dr. Charlotte Minig, ehemalige Doktorandin am Leibniz-LSB@TUM: Am 21. Januar 2026 wurde die Wissenschaftlerin mit dem Preis für die beste Doktorarbeit im Bereich Lebensmittelchemie des Jahres 2025 ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte im Rahmen der jährlichen Preisverleihung der Silesia-Clemens-Hanke-Stiftung an der Technischen Universität München.

Dr. Minig schloss ihre Promotion am 30. April 2025 in der Arbeitsgruppe „Aroma Chemistry” von PD Dr. Martin Steinhaus am Leibniz-LSB@TUM ab. Mit ihrer herausragenden Forschungsarbeit leistete sie einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis von Aromastoffen.

Das Leibniz-LSB@TUM gratuliert herzlich und bedankt sich bei der Silesia-Clemens-Hanke-Stiftung sowie bei allen Beteiligten für die Unterstützung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Auszeichnung für exzellente wissenschaftliche Begutachtung

Wir gratulieren PD Dr. Maik Behrens herzlich zur Auszeichnung mit dem "JAFC Excellence in Review Award 2025".

Damit gehört er zu den zehn Forschenden aus aller Welt, die für ihr außergewöhnliches Engagement als Gutachterin/Gutachter ausgezeichnet wurden.

Der Award würdigt die besondere Sorgfalt, wissenschaftliche Genauigkeit und technische Qualität, mit der PD Dr. Behrens das Journal of Agricultural and Food Chemistry (JAFC) unterstützt.

Chefredakteur Prof. Dr. Thomas F. Hofmann betont die zentrale Rolle der Gutachterinnen und Gutachter für die hohe Qualität der veröffentlichten Artikel und dankt ihnen ausdrücklich für ihren unverzichtbaren Beitrag zur wissenschaftlichen Gemeinschaft.

Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung.

Quelle: https://doi.org/10.1021/acs.jafc.5c17025  J. Agric. Food Chem. 2026, 74, 1−3