Pressemitteilungen

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Pressemitteilungen 2018

Geschmacksgebende Stoffe stimulieren Immunabwehr

Nicht nur gut für den Geschmack

Freising 18.06.2018

Zitronensäure und scharf-schmeckendes 6-Gingerol aus Ingwer verleihen nicht nur Speisen und Getränken eine besondere Geschmacksnote. Beide Stoffe stimulieren auch die molekularen Abwehrkräfte im menschlichen Speichel. Dies ist das Ergebnis einer Humanstudie eines Teams der Technischen Universität München (TUM) und des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie.

Der menschliche Speichel ist eine komplexe, wässrige Mischung aus unterschiedlichsten Komponenten. Er enthält neben Schleimhaut- und Immunzellen eine Vielzahl von Molekülen, die unterschiedlichste biologische Aufgaben erfüllen. Denn Speichel spielt nicht nur eine wesentliche Rolle bei der Nahrungsaufnahme, sondern ist auch für die Gesunderhaltung der Zähne, des Zahnfleischs und der Mundschleimhaut entscheidend.

Zugleich stellt er die erste Bastion gegen von außen eindringende Krankheitserreger dar. Daher sind im Speichel verschiedene, antimikrobiell wirkende Moleküle enthalten, zu denen auch das antibakteriell wirkende Lysozym gehört. Sie sind Teil des angeborenen, molekularen Immunsystems.

Dass Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand aber auch was jemand isst und trinkt die Speichel-Zusammensetzung beeinflussen, ist inzwischen belegt. Über die Effekte einzelner Lebensmittelinhaltsstoffe ist jedoch noch wenig bekannt.

Um mehr über diese zu erfahren, untersuchte das Wissenschaftlerteam um Studienleiter Professor Thomas Hofmann, Leiter des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der TUM, den Einfluss unterschiedlicher Geschmacksstoffe auf die Speichelzusammensetzung des Menschen: Zitronensäure (sauer), der Süßstoff Aspartam (süß), Iso-alpha-Säuren (bitter), der Geschmacksverstärker Natriumglutamat (umami), Kochsalz (salzig), 6-Gingerol (scharf) sowie die im Szechuanpfeffer enthaltenen Substanzen Hydroxy-alpha-Sanshool (kribbelnd) und Hydroxy-beta-Sanshool (betäubend).

Wie das molekulare Abwehrsystem im Speichel aktiviert wird

Wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch die Kombination von Speichelflussmessungen, Proteomanalysen und bioinformatischen Auswertungen erstmals nachwiesen, modulieren alle untersuchten Substanzen die Proteinzusammensetzung des Speichels in mehr oder weniger großem Umfang.

Biologische Funktionsanalysen der von der Modulation betroffenen Speichelproteine zeigten zudem, dass die durch Zitronensäure und 6-Gingerol ausgelösten Veränderungen, das molekulare Abwehrsystem im Speichel aktivieren.

So steigerte 6-Gingerol die Aktivität eines Enzyms, welches das im Speichel gelöste Thiocyanat in Hypothiocyanat umwandelt, wodurch sich die Menge des antimikrobiell und fungizid wirkenden Hypothiocyanats im Speichel in etwa verdreifachte. Dagegen ließen die durch Zitronensäure ausgelösten Veränderungen die Lysozym-Spiegel im Speichel um das bis zu Zehnfache ansteigen.

Wie Untersuchungen an Bakterienkulturen erstmals belegen, reicht diese Erhöhung aus, um das Wachstum von Gram-positiven Bakterien fast komplett zu unterbinden. Lysozym wirkt gegen diese Art der Bakterien, indem es deren Zellwand zerstört.

„Unsere neuen Erkenntnisse zeigen, dass geschmacksgebende Stoffe bereits im Mundraum biologische Wirkungen besitzen, die weit über ihre bekannten sensorischen Eigenschaften hinausgehen“, sagt Hofmann vom Lehrstuhl für Lebensmittelchemie und Molekulare Sensorik der TUM. Diese mit neuesten Analysemethoden weiter zu erforschen, sei eins der Ziele, die sich die Lebensmittel-Systembiologie gesetzt habe, erklärt der Lebensmittelchemiker. Nur so ließen sich auf lange Sicht neue Ansätze für die Produktion von Lebensmitteln finden, deren Inhaltsstoff- und Funktionsprofile an den gesundheitlichen und sensorischen Bedürfnissen der Verbraucherinnen und Verbraucher ausgerichtet seien.

Publikation:
Matthias Bader, Andreas Dunkel, Mareike Wenning, Bernd Kohler, Guillaume Medard, Estela del Castillo, Amin Gholami, Bernhard Kuster, Siegfried Scherer and Thomas Hofmann: Dynamic Proteome Alteration and Functional Modulation of Human Saliva Induced by Dietary Chemosensory Stimuli, Journal of Agricultural and Food Chemistry 6/2018. DOI: 10.1021/acs.jafc.8b02092

Kontakt:
Prof. Thomas Hofmann
Lehrstuhl für Lebensmittelchemie und Molekulare Sensorik
Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der TUM
E-Mail: thomas.hofmanntum.REMOVE-THIS.de
Telefon +49 (89) 289-22201 oder
Telefon 2: +49 (8161) 71-2902

Das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München besitzt seit seiner Neuorientierung im August 2017 ein neues, einzigartiges Forschungsprofil an der Schnittstelle zwischen Lebensmittelchemie & Biologie, Chemosensoren & Technologie sowie Bioinformatik & Maschinelles Lernen. Weit über die bisherige Kerndisziplin der klassischen Lebensmittelchemie hinausgewachsen, leitet das Institut die Entwicklung einer Systembiologie der Lebensmittel ein. Primäres Forschungsziel ist es, neue Ansätze für die nachhaltige Produktion ausreichender Mengen an Lebensmitteln zu entwickeln, deren Inhaltsstoff- und Funktionsprofile an den gesundheitlichen Bedürfnissen, aber auch den Vorlieben der Verbraucherinnen und Verbraucher ausgerichtet sind. Hierzu erforscht es die komplexen Netzwerke der physiologisch und sensorisch relevanten Inhaltsstoffe entlang der gesamten Lebensmittelproduktionskette, um deren Wirkungen systemisch verständlich und langfristig vorhersagbar zu machen. Das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 550 Professorinnen und Professoren, 41.000 Studierenden sowie 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der forschungsstärksten Technischen Universitäten Europas. Ihre Schwerpunkte sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften und Medizin, verknüpft mit den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Die TUM handelt als unternehmerische Universität, die Talente fördert und Mehrwert für die Gesellschaft schafft. Dabei profitiert die TUM von starken Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft. Weltweit ist sie mit dem Campus TUM Asia in Singapur sowie Verbindungsbüros in Brüssel, Kairo, Mumbai, Peking, San Francisco und São Paulo vertreten. An der TUM haben Nobelpreisträger und Erfinder wie Rudolf Diesel, Carl von Linde und Rudolf Mößbauer geforscht. 2006 und 2012 wurde sie als Exzellenzuniversität ausgezeichnet. In internationalen Rankings gehört sie regelmäßig zu den besten Universitäten Deutschlands.

 

 

Leibniz-Institut an der TU München feiert 100. Geburtstag 

Forschung für eine gesunde und schmackhafte Ernährung

Freising 15.06.18

Was 1918 klein begann, um mit praktischen Untersuchungen die Ernährung in Zeiten kriegsbedingter Lebensmittelnöte zu verbessern, spielt heute in der wissenschaftlichen Spitzenliga der Lebensmittel- und Ernährungsforschung. Diesen Zukunftsweg hat der Freistaat Bayern geebnet. Das hundertste Jubiläum feiert das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München im Rahmen eines wissenschaftlichen Festsymposiums mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

100 Jahre Leibniz-Institut spiegeln die Entwicklung der Lebensmittel- und Ernährungsforschung im 20. und 21. Jahrhundert in Deutschland wider. Gegründet vom Königlichen Haus der Wittelsbacher im Jahr 1918 hatte das Institut zunächst den Auftrag, die Ernährung der Bevölkerung in Zeiten kriegsbedingter Lebensmittelnöte zu verbessern. Heute kombiniert das Institut Methoden der biomolekularen Grundlagenforschung mit Analysemethoden der Bioinformatik und analytischen Hochleistungstechnologien, um die komplexen Inhaltsstoffprofile von Rohstoffen bis hin zu den finalen Lebensmittelprodukten zu entschlüsseln und deren Funktion als biologische Wirkmoleküle auf den Menschen aufzuklären. 

Seit September 2017 leitet Prof. Dr. Thomas F. Hofmann das neu konfigurierte Leibniz-Institut. Er ist Geschäftsführender Vizepräsident der TUM und Inhaber des Lehrstuhls für Lebensmittelchemie und Molekulare Sensorik. Mit systembiologischen Ansätzen in der Lebensmittel- und Ernährungsforschung wird künftig das Ziel verfolgt, die Inhaltsstoff- und Funktionsprofile von Nahrungsmitteln an den nutritiven und gesundheitlichen Bedürfnissen sowie den sensorischen Vorlieben der Verbraucher auszurichten. Basierend auf ihrer Forschung entwickelte Produkte sollen dazu beitragen, die Bevölkerung auch in Zukunft nachhaltig und ausreichend mit gesundheitsfördernden, wohlschmeckenden Lebensmitteln zu versorgen. Darüber hinaus sollen die neu gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu dienen, personalisierte Ernährungskonzepte zu entwickeln. Diese sollen zum Beispiel Menschen mit einer Nahrungsmittelunverträglichkeit helfen, ohne dass die Lebensqualität eingeschränkt und die Gesundheit gefährdet ist.

„Mit seiner avantgardistischen Forschungsprogrammatik beginnt das Institut genau 100 Jahre nach seiner Gründung weit über die bisherige Kerndisziplin der Lebensmittelchemie hinauszuwachsen. Die Systembiologie der Lebensmittel eröffnet dem TUM-Campus Freising-Weihenstephan einen neuen, erweiterten Horizont, der auch unsere medizinische Forschung umfasst und auf diese Weise internationale Strahlkraft verspricht“, sagt TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann. Möglich geworden sei dies durch die großartige Unterstützung der bayerischen Landespolitik, namentlich durch den Stimmkreisabgeordneten Dr. Florian Herrmann und die bis vor kurzem zuständige Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Wie der Präsident betonte, gehört ein zügig zu realisierender Institutsneubau zur Geschäftsgrundlage der Vereinbarungen mit dem Freistaat Bayern.

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie ist vom Potential des Leibniz-Instituts überzeugt. Staatsminister Franz Josef Pschierer: „Wir blicken heute auf 100 Jahre erfolgreiche Lebensmittel- und Ernährungsforschung zurück. Wir werden die Weiterentwicklung des Leibniz-Instituts tatkräftig unterstützen und die strukturelle Neuausrichtung hin zu einer Systembiologie für Lebensmittel in Gang setzen. Knapp 17 Millionen Euro werden wir deshalb für Investitionen in eine moderne Forschungsinfrastruktur bereitstellen. Damit bauen wir die starke Stellung des Instituts als Innovationsmotor weiter aus.

Die Interdisziplinarität des Leibniz-Instituts zeigt sich in der Vielfalt seiner Talente aus der Lebensmittelchemie, Ernährungswissenschaft, Humanbiologie, Biotechnologie und Bioinformatik. Leibniz-Präsident Matthias Kleiner sieht dies als wichtige Keimzelle anwendungsorientierter Spitzenforschung: „Fächerübergreifende, sich ergänzende Forschungsdisziplinen an einem Standort in einer Ideenschmiede zu bündeln, beflügelt die translationale Forschung zum Nutzen und Wohl der Gesellschaft. Die neue Ausrichtung des Instituts gemeinsam mit seinem neuen Direktor ist ganz im Sinne der Leibniz-Gemeinschaft. Ich bin daher sehr zuversichtlich, dass die Arbeit des Instituts reiche Früchte tragen wird.“

Hofmann freut sich sehr über das entgegengebrachte Vertrauen und schaut ebenso zuversichtlich in die Zukunft. „Die neu geschaffene Konstellation des Leibniz-Instituts und sein erweiterter Fokus über die Einzelbetrachtung von Lebensmittelinhaltsstoffen hinausgehend hin zu einer systemischen Betrachtungsweise ist ein signifikanter Zugewinn für die Forschung am Standort Weihenstephan. In enger Integration mit den Referenzdisziplinen der TUM werden neue lokale Synergien entstehen, die den Standort international nochmals aufwerten.“

Pressekontakt:

Dr. Gisela Olias
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie
an der Technischen Universität München
Tel.: +49 816171 2980
E-Mail: g.olias.leibniz-lsbtum.REMOVE-THIS.de
www.leibniz-lsb.de

Dr. Ulrich Marsch
Corporate Communications Center
Technische Universität München
Tel. +49 89 289 22779
E-Mail: ulrich.marschtum.REMOVE-THIS.de
www.tum.de

Zusatzinformationen und Fotos zum Download:

Hintergrundinformationen (Interview Hofmann; Forschung 1918 bis 2018; Leibniz-LSB@TUM kurzgefasst)

Inhalt Jubiläumsbroschüre

Lebenslauf: Prof. Dr. Thomas Hofmann

Foto: Prof. Dr. Thomas Hofmann (Fotorechte: C. Schranner/Leibniz-LSB@TUM)

Foto: VIP-Gäste aus Wissenschaft und Politik (Fotorechte: independent light/Leibniz-LSB@TUM)

(v.l.n.r.:  Leibniz-Präsident Prof. Dr. Matthias Kleiner, Minister Dr. Florian Herrmann, TUM-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann, Prof. Dr. Monika Pischetsrieder, Minister Franz Josef Pschierer, Gabriele Seiche, TUM-Kanzler Albert Berger, Prof. Dr. Thomas Hofmann, Oberbürgermeister von Freising Tobias Eschenbacher, MD Dr. Bernhard Schwab)

Foto: Übergabe des Zuwendungsbescheids (Fotorechte: independent light/Leibniz-LSB@TUM)

(v.l.n.r.:  Leibniz-Präsident Prof. Dr. Matthias Kleiner, Minister Dr. Florian Herrmann, Prof. Dr. Thomas Hofmann, Minister Franz Josef Pschierer, TUM-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann)

Das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, die 93 selbständige Forschungseinrichtungen verbindet. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen - u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro. 

Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 550 Professorinnen und Professoren, 41.000 Studierenden sowie 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der forschungsstärksten Technischen Universitäten Europas. Ihre Schwerpunkte sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften und Medizin, verknüpft mit den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Die TUM handelt als unternehmerische Universität, die Talente fördert und Mehrwert für die Gesellschaft schafft. Dabei profitiert die TUM von starken Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft. Weltweit ist sie mit dem Campus TUM Asia in Singapur sowie Verbindungsbüros in Brüssel, Kairo, Mumbai, Peking, San Francisco und São Paulo vertreten. An der TUM haben Nobelpreisträger und Erfinder wie Rudolf Diesel, Carl von Linde und Rudolf Mößbauer geforscht. 2006 und 2012 wurde sie als Exzellenzuniversität ausgezeichnet. In internationalen Rankings gehört sie regelmäßig zu den besten Universitäten Deutschlands.

 

Presseeinladung – Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der TUM feiert 100. Geburtstag

05.06.2018

Freising - Das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (Leibniz-LSB@TUM) feiert einen ganz besonderen Geburtstag! Was 1918 klein begann, um mit praktischen Untersuchungen die Ernährung in Zeiten kriegsbedingter Lebensmittelnöte zu verbessern, spielt 100 Jahre später in der wissenschaftlichen Spitzenliga: Das Institut steht für Neubeginn, Mut und Kraft, immer vorauszudenken und vorauszugehen – unsere Absolventinnen und Absolventen sind in aller Welt gefragt! 

Wann:

Am Freitag, dem 15. Juni 2018, ab 9:00 Uhr werden wir unser 100-jähriges Jubiläum im Rahmen eines wissenschaftlichen Festsymposiums feiern, zu dem wir Sie herzlich einladen.

Wo:

Der offizielle Festakt, an dem über 350 Gästen teilnehmen werden, findet im Hörsaal 14 des TUM-Hörsaalgebäudes 4214 statt (Maximus-von-Imhof-Forum 6, 85354 Freising). Sie erwarten dort spannende Vorträge von international bekannten Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. 

Zu den prominenten Festrednern gehören: der Bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Energie und Technologie, Franz Josef Pschierer, der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Matthias Kleiner, der Präsident der TUM, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann sowie die Vorsitzende der Lebensmittelchemischen Gesellschaft innerhalb der Gesellschaft Deutscher Chemiker, Prof. Dr. Monika Pischetsrieder.

Ein sich an die offizielle Festveranstaltung um ca. 15:30 Uhr anschließendes großes Sommerfest für angemeldete Gäste und Kollegen wird das Programm des Tages abrunden. Das Sommerfest findet in unmittelbarer Nähe des Institutssitzes in der Lise-Meitner-Straße 34 statt. 

Um ca. 16:00 Uhr Institutsführung am Leibniz-LSBTUM.REMOVE-THIS.de:

Am Sitz des Leibniz-Instituts haben Journalisten und geladene Gäste die Möglichkeit, um ca. 16:00 Uhr an einer Führung teilzunehmen. Sie erhalten einen Einblick in die Forschungslabore sowie die spannende Welt der Lebensmittelchemie. Bitte beachten Sie, dass hierfür eine verbindliche Anmeldung bis zum 12. Juni 2018 unter dem unten stehenden Pressekontakt erforderlich ist.

Anmeldung bis zum 12.Juni 2018 erbeten:

Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, schicken Sie mir bitte bis zum 12. Juni 2018 eine kurze, verbindliche Teilnahmebestätigung zu mit Name, Adresse, E-Mail sowie Informationen zum Pressemedium, für das Sie arbeiten: g.olias.leibniz-lsbtum.REMOVE-THIS.de.

Programm: https://tinyurl.com/ycd5gvbr

Weitere Informationen: https://www.leibniz-lsb.de/news-events/events/

 

Foto von Prof. Dr. Thomas Hofmann (Fotorechte: C. Schranner/Leibniz-LSB@TUM)


Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie Ihre Teilnahme an dieser Jubiläumsveranstaltung ermöglichen könnten und verbleibe bis dahin

mit besten Grüßen

Gisela Olias

Pressekontakt:

Dr. Gisela Olias
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der TU München
Tel.: +49 816171 2980 
E-Mail: g.olias.leibniz-lsbtum.REMOVE-THIS.de
www.leibniz-lsb.de

Das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München besitzt seit seiner Neuorientierung im August 2017 ein neues, einzigartiges Forschungsprofil an der Schnittstelle zwischen Lebensmittelchemie & Biologie, Chemosensoren & Technologie sowie Bioinformatik & Maschinelles Lernen.


Weit über die bisherige Kerndisziplin der klassischen Lebensmittelchemie hinausgewachsen, leitet das Institut die Entwicklung einer Systembiologie der Lebensmittel ein. Primäres Forschungsziel ist es, neue Ansätze für die nachhaltige Produktion ausreichender Mengen an Lebensmitteln zu entwickeln, deren Inhaltsstoff- und Funktionsprofile an den gesundheitlichen Bedürfnissen, aber auch den Vorlieben der Verbraucherinnen und Verbraucher ausgerichtet sind.


Hierzu erforscht es die komplexen Netzwerke der physiologisch und sensorisch relevanten Inhaltsstoffe entlang der gesamten Lebensmittelproduktionskette, um deren Wirkungen systemisch verständlich und langfristig vorhersagbar zu machen.

Das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, die 93 selbständige Forschungseinrichtungen verbindet. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen - u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro.
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