Leibniz-LSB@TUM-News 2019
Dezember
Frohe Feiertage und einen guten Start ins Jahr 2020!
Das Leibniz-LSB@TUM wünscht allen aktuellen und ehemaligen Kolleginnen und Kollegen, Forschungspartnern, Freunden und Unterstützern frohe Feiertage und einen guten Start ins Jahr 2020!
November
Neuer Obmann der Arbeitsgruppe Aromastoffe der GDCh
Frankfurt, 18. November 2019
PD Dr. Martin Steinhaus vom Leibniz-LSB@TUM wurde in der 41. Sitzung der Arbeitsgruppe Aromastoffe der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) zum neuen Obmann gewählt. Er wird die Leitung der Arbeitsgruppe zunächst für die Amtsperiode 2020 bis 2022 übernehmen. Die Arbeitsgruppe besteht seit 1998 und hat derzeit 19 aktive Mitglieder aus den Bereichen Hochschule, Aromenindustrie, Lebensmittelüberwachung und Handelslaboratorien. Die Gruppe trifft sich zweimal jährlich zum Informationsaustausch. Einvernehmliche Auffassungen der Arbeitsgruppe zu aktuellen Fragestellungen werden in Positionspapieren veröffentlicht. Im Jahr 2010 hatte die Arbeitsgruppe eine Broschüre erarbeitet, die 2019 aktualisiert wurde. Sie richtet sich an interessierte Verbraucher/innen und klärt über die Bedeutung von Aromastoffen auf.
Lebensmittelforscher, Studenten und Doktoranden aufgepasst!
Dr. habil. Maik Behrens vom Leibniz-LSB@TUM und zwei seiner ehemaligen Kollegen vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung geben eine detaillierte Einführung in die Funktionen von Geschmacksrezeptoren unter klinischen Gesichtspunkten.
Zu lesen in:
Handbook of Clinical Neurology, Vol. 164 (3rd series), © 2019 Elsevier B.V.
Smell and Taste; Editor: R.L. Doty
J.C. Töle, M. Behrens, and W. Meyerhof, Taste receptor function
Chapter 11, Pages 173-185
Berlin Science Week - Mind the lab!
Teilnahme mit eigenem Infostand am 07. November 2019 bei „Mind the lab“. Thema: „Nicht nur gut für den Geschmack“ berlin.mindthelab.org/portfolio-types/friedrichstrasse/.
Berlin Science Week, Leibniz debattiert - Leibniz-Thementag "Gesundheit"
05. November 2019
Im Rahmen der Berlin Science Week und der Veranstaltung "Leibniz debattiert", diesmal zum Thema Impfung, fand am 5. November ein Leibniz-Thementag statt.
Der Leibniz-Forschungsverbund Wirkstoffe und Biotechnologie war mit einem Infostand mit dabei. Hier gaben Kolleginnen und Kollegen des Leibniz-Forschungsclusters, des Wirkstoffradio-Projekts (FMP) und des Leibniz-LSB@TUM Einblicke in ihre Forschung und Projekte.
Das Leibniz-LSB@TUM präsentierte ein 3D-Modell eines Bitterrezeptors und berichtete über jüngste Forschungsergebnisse, die darauf hinweisen, dass geschmacksgebende Stoffe auch eine Rolle für die menschliche Immunabwehr spielen.
Verleihung des Walter Bushuk Graduate Research Awards an Frau Dr. Sabrina Geißlitz
Im Rahmen des Cereals & Grains 19 Annual Meeting vom 03.-05.11.2019 in Denver, CO, USA, ist Frau Dr. Sabrina Geißlitz mit dem Walter Bushuk Graduate Research Award in Cereal Protein Chemistry ausgezeichnet worden https://www.cerealsgrains.org/membership/divisions/Pages/Protein.aspx. Der mit USD 1.000 dotierte Preis wird für herausragende fundamentale oder angewandte Forschung im Bereich der Chemie der Getreideproteine vergeben und ist eine der renommiertesten Auszeichnungen in der Getreideforschung.
Frau Darina Pronin holt den 2. Platz bei der Best Student Research Paper Competition
Im Rahmen der 11th Annual Best Student Research Paper Competition während des Cereals & Grains 19 Annual Meeting vom 03.-05.11.2019 in Denver, CO, USA, hat Frau Darina Pronin den 2. Platz geholt https://www.cerealsgrains.org/membership/StudentAssociation/BSRPC/Pages/default.aspx. Neben einer Reisekostenunterstützung in Höhe von USD 650 ist der Preis mit USD 750 dotiert und wird in einem zweistufigen Verfahren für Arbeiten vergeben, die nicht nur wissenschaftlich hervorstechen, sondern auch exzellent präsentiert werden.
Oktober
Verleihung der Silesia-Clemens-Hanke-Forschungspreise an zwei Arbeiten aus dem AK Functional Biopolymer Chemistry
31. Oktober 2019
Frau Angelina Hopf hat einen der beiden Preise für die beste Bachelorarbeit der Lebensmittelchemie für ihre Arbeit mit dem Titel „Übersicht über die Nährwertzusammensetzung glutenfreier Lebensmittel im Vergleich zu glutenhaltigen Vergleichsprodukten“ erhalten.
Frau Sarah Jöstl wurde mit einem der beiden Preise für die beste Masterarbeit der Lebensmittelchemie für ihre Arbeit mit dem Titel „α-Amylase-Trypsin-Inhibitoren in prozessierten und unprozessierten Lebensmitteln aus Weizen, Gerste und Roggen“ ausgezeichnet.
Die Verleihung fand am Donnerstag, den 31. Oktober 2019, um 17 Uhr, im Konferenzraum (DG) des getränkewissenschaftlichen Forschungszentrums der TU München in Weihenstephan, Gregor-Mendel-Straße 4, 85354 Freising, im Rahmen der Silesia-Absolventenfeier der Lebensmittelchemie 2019 statt.
Der Funktion von Geruchsrezeptoren auf der Spur ‒ oder warum Kupfer Zwiebelgeruch verstärken kann
Freising, 31.10.2019
Der Mensch besitzt hunderte von Geruchsrezeptortypen. Doch wie arbeiten diese Rezeptoren auf molekularer Ebene? Bislang ist nur wenig hierüber bekannt. Unter Führung des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der TU München hat nun ein deutsch-amerikanisches Wissenschaftlerteam erstmals gezeigt, dass der Geruchsrezeptor OR2M3 in Gegenwart von Kupferionen bis zu vierfach stärker auf einen schwefelhaltigen Geruchsstoff aus Zwiebeln reagiert. Ausschlaggebend hierfür könnten zwei neuentdeckte Kupferbindungsstellen im Inneren des Rezeptors sein.
Vortrag an der Wageningen University & Research
30. Oktober 2019 - Dr. habil. Maik Behrens hält auf Einladung einen Vortrag an der Wageningen University & Research, Niederlande zum Thema: Vertebrate bitter taste receptors: Functions structures and physiological roles
Foto: C. Schranner / Leibniz-LSB@TUM
Buch-Neuerscheinung
Lebensmittelforscher/innen, -Studierende, -Promovierende und -Analytiker/innen aufgepasst!
Lebensmittelchemiker PD Dr. Martin Steinhaus gibt eine detaillierte Einführung in die Technik der Gaschromatographie-Olfaktometrie (GC-O).
Festakt „Amtsübergabe“ am Leibniz-LSB@TUM
Freising, 23.10.2019 - Wir freuen uns, dass der Stiftungsrat der Nachbesetzung des Wissenschaftlichen Vorstands des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (Leibniz-LSB@TUM) zugestimmt hat. Frau Prof. Dr. Veronika Somoza wird künftig dieses Amt übernehmen. Sie folgt auf Herrn Prof. Dr. Thomas Hofmann, der das Institut verlassen hat, um sich ganz seinen Aufgaben als neuer Präsident der Technischen Universität München (TUM) widmen zu können.
Lesen Sie auch: Neue Direktorin am Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München
Drittsemester – Welcome Day 14.10.2019
Das neue Wintersemester 2019/20 läutete die AG JLC München mit einem gemütlichen Kennenlern-Tag am TUM-Campus Weihenstephan ein. Am ersten Vorlesungstag hieß es für alle Drittsemester: Erkunde den Campus!
Nach erfolgreichem Abschluss der Erkundungsrallye wartete auf die Nachwuchs-Lebensmittelchemiker ein geselliges Grillen mit den AG Mitgliedern und Studierenden aus höheren Semestern vor dem Gebäude des Lehrstuhls für Lebensmittelchemie und molekulare Sensorik und des Leibniz-LSB@TUM.
Achtung: Forschungsseminar der Lebensmittelchemie startet
am 14.10. um 17 Uhr mit Herrn Prof. Dr. Jörg Bohlmann von der University of British Columbia, Kanada.
Der Vortragstitel lautet: "Montbretin A: A novel antidiabetic metabolite from the plant montbretia".
September
Prof. Dr. Katharina Scherf erhält Wissenschaftspreis für Glutenforschung
Die Heinrich-Stockmeyer-Stiftung hat im Rahmen der 59. Arbeitstagung Lebensmittelhygiene am 26. September 2019 Prof. Dr. Katharina Scherf mit dem „Stockmeyer Wissenschaftspreis“ ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt die Stiftung herausragende lebensmittelwissenschaftliche Forschungsarbeiten. Die prämierten Arbeiten bestechen durch praktikable Lösungsansätze und anwendungsorientierte Forschung, die im Sinne des Stiftungszwecks dazu beitragen, die Lebensmittelsicherheit und den Verbraucherschutz zu verbessern sowie das Verbrauchervertrauen in die Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln zu stärken. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Scherf erhält den Preis für die Entwicklung eines inzwischen schon kommerziell erhältlichen Tests, der den Glutengehalt in Getreideprodukten sehr genau bestimmt.
Proteinkomplexe als Zöliakie-Auslöser?
Zöliakie ist eine chronische entzündliche Darmerkrankung, die Merkmale einer Autoimmunerkrankung aufweist. Sie wird bei genetisch vorbelasteten Menschen durch den Verzehr von Gluten ausgelöst. Bei der Krankheitsentstehung spielt neben Gluten auch ein körpereigenes Enzym, die Gewebstransglutaminase, eine entscheidende Rolle. Einerseits verändert das Enzym die Struktur der Glutenfragmente, die bei der Verdauung des Glutens entstanden und über die Darmschleimhaut aufgenommen worden sind. Andererseits bindet es die Glutenfragmente fest an sich. Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Enzym-Glutenfragment-Komplexe zur Bildung von Autoantikörpern führen. Eine aktuelle Studie des Leibniz-LSB@TUM gibt nun neue Einblicke in die Struktur dieser Komplexe. Die Erkenntnisse könnten dazu beitragen, die Rolle des körpereigenen Enzyms bei der Auslösung von Zöliakie besser zu verstehen.
Förderung: Das Forschungsprojekt (Nr. 250645717) wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG, Bonn) gefördert. Die Open-Access-Veröffentlichung dieses Artikels wurde von der Leibniz-Gemeinschaft finanziell unterstützt.
Bitter schmeckenden Eiweißstoffen auf der Spur
Fermentierte Lebensmittel wie Käse oder Joghurt enthalten zahlreiche nicht-flüchtige Substanzen, die das Geschmacksprofil des jeweiligen Lebensmittels prägen. Hierzu zählen auch bitter schmeckende Bruchstücke von langen Eiweißmolekülen, die z.B. während der Käsereifung entstehen. Forschende der TU München und des Leibniz-LSB@TUM haben nun zwei neue Massenspektrometrie-basierte analytische Vorgehensweisen entwickelt, mit denen sich sehr zeitsparend und umfassend geschmacksgebende Eiweißbruchstücke in fermentierten Lebensmitteln erfassen lassen.
Förderung: Das Forschungsprojekt (AiF 18124 N) der Forschungsvereinigung Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. wurde über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.
Soja-, Hafer-, Reis-, Mandelmilch
Was steckt in Milchersatz - und was kann er?
BR Fernsehen, Gut zu wissen: 14.09.2019, 19:00 Uhr
Prof. Dr. Katharina Scherf, zwei Kolleginnen und ein Kollege zeigen Unterschiede auf. Was steckt in Milch, was im beliebten Milchersatz wie Soja-, Hafer-, Reis- oder Mandelmilch? Gut zu wissen vergleicht die Umweltbilanz der Drinks, ihren Geschmack und wie sie sich verarbeiten lassen.
Den Beitrag finden Sie hier: https://www.br.de/mediathek/video/soja-hafer-reis-mandelmilch-was-steckt-in-milchersatz-und-was-kann-er-av:5d7b8f2df214bd001ab22b45
Ursprüngliche Weizenarten sind eiweißreicher
Ursprüngliche Weizenarten wie Emmer, Dinkel und Einkorn haben im Vergleich zu Brot- und Hartweizen einen höheren Protein- und Glutenanteil. Zudem benötigen die alten Arten weniger Stickstoffdünger, um dieselben Proteinerträge wie herkömmliche Weizenarten zu erzielen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Untersuchung an der Wissenschaftlerinnen des Leibniz-LSB@TUM maßgeblich beteiligt waren. Die neuen Erkenntnisse könnten dazu beitragen, ausgewählte Getreidesorten mit verbesserten Eigenschaften für eine nachhaltigere Landwirtschaft zu züchten.
Förderung: Die Arbeit wurde im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (via AiF) über den Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) gefördert (Projekt AiF 18355 N).
Der Duftunterschied zwischen Reis- und Weizenbrot
Menschen, die von Zöliakie betroffen sind, müssen glutenhaltiges Brot meiden. Sie greifen daher oft auf glutenfreie Ersatzprodukte wie Reisbrot zurück. Eine neue Studie hat untersucht, welche Schlüsselgeruchsstoffe für die Duftunterschiede zwischen Reis- und Weizenbrot verantwortlich sind. Zudem zeigt sie auf, durch welche Maßnahmen das Aroma und damit auch die Qualität von Reisbrot optimiert werden könnte. An der Studie waren Forschende des Leibniz-LSB@TUM federführend beteiligt.
Förderung: Die Arbeit wurde im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (via AiF) über den Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) gefördert (Projekt CORNET AiF 147 EN “GLUeLESS”).
Neuauflage der Broschüre: Aromastoffe - Ein wichtiges Stück Lebens(mittel)qualität
Hrsg: Gesellschaft Deutscher Chemiker e. V.
Autoren: M. Steinhaus, U. Arzberger, H. Hahn
Die Broschüre finden Sie hier.
August
Für die Zukunft alles Gute!
Frau PD Dr. Katharina Scherf hat nun nach ihrer erfolgreichen Habilitation an der TUM eine W1-Professur mit Tenure Track (W3) am Karlsruher Institut für Technologie erhalten, an dem sie ab 01.08.2019 tätig sein wird. Sie wird dort am Institut für Angewandte Biowissenschaften die Abteilung für Bioaktive und Funktionelle Lebensmittelinhaltsstoffe leiten.
Das Leibniz-LSB@TUM gratuliert Frau Dr. Scherf herzlich zu ihrer Berufung und bedankt sich sehr für ihre exzellente Arbeit im Bereich der Forschung zu Biopolymeren, Gluten und Getreide sowie zu den Ursachen für Weizenunverträglichkeiten. Für ihre herausragenden Leistungen, die sie als begabte, führende Wissenschaftlerin des Instituts erbracht hat, ist Frau Scherf mehrfach ausgezeichnet worden. Unter anderem hat sie im Rahmen des 2018 AACC International Annual Meetings in London, UK, den Young Scientist Research Award sowie den Forschungspreis 2019 der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft e.V. erhalten. Letzterer ist mit einer Forschungsförderung in Höhe von 20.000 Euro verbunden. Das Institut ist stolz darauf, eine so erfolgreiche Nachwuchswissenschaftlerin hervorgebracht zu haben. Für die Zukunft wünschen wir ihr alles erdenklich Gute sowie weiterhin viel Erfolg für ihre Karriere!
Juli
Bessere Qualitätskontrolle für Lebensmittel ‒ Foodprofiler entwickeln neuen methodischen Ansatz für Lebensmittelanalysen
Freising, 30.07.2019
Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) und des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie haben eine neue Methodik zur simultanen Analyse von Geruchs- und Geschmacksstoffen entwickelt. Sie könnte künftig die Qualitätskontrolle von Lebensmitteln vereinfachen und beschleunigen.
Neuer Gluten-Test ist zuverlässig
Unter Führung von PD Dr. Katharina Scherf vom Leibniz-LSB@TUM haben 19 Laboratorien aus aller Welt überprüft, ob ein neuer Gluten-Test hält was er verspricht. Der neue Gluten-ELISA-Test verwendet erstmals vier verschiedene Antikörper gleichzeitig. Wie die Forscher zeigen, ist der Test in der Lage, Gluten-Verunreinigungen in Hafer und Haferprodukten zu erkennen, die aus Weizen, Roggen und Gerste stammen. Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber den bisher verwendeten Antikörper-basierten Tests, die lediglich eine bestimmte Glutenfraktion (Prolamine) detektieren. Das neue Testkit (RIDASCREEN® Total Gluten, R7041) ist ein Ergebnis des vom BMBF geförderten Verbundprojekts „Fluoreszenzoptisches Schnelltestsystem für den sensitiven Nachweis von Gluten (GLUTEVIS)“.
Ergänzende Publikation: Wehling P, Scherf KA (2019) J AOAC Int, DOI: 10.5740/jaoacint.19-0081. Preparation of validation materials for estimating gluten recovery by ELISA according to SMPR 2017.021
Dreharbeiten am Institut
Dreharbeiten am 02. Juli 2019 - Lebensmittelchemikerin PD Dr. Katharina Scherf vom Leibniz-LSB@TUM wird als Expertin in einem der kommenden Beiträge von @BR_Wissen zum Thema "Milchersatz: Hafer-, Soja-, Mandel- und Reis-Drinks im Vergleich" zu sehen sein.
Pharmakonutrition ‒ Modernes Drug Design für Funktionsstudien
Freising, 01.07.2019
Antonella Di Pizio und Maik Behrens vom Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der TU München haben im Rahmen eines deutsch-israelischen Forschungsprojektes gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern erstmals hochwirksame Aktivatoren für den Bitterrezeptor TAS2R14 entwickelt. Die neuen Substanzen dienen dazu, die noch unbekannten physiologischen Funktionen des Rezeptors zu erforschen, z.B. in der menschlichen Immunabwehr.
Das Wissenschaftlerteam publizierte seine Ergebnisse in der Fachzeitschrift Cellular and Molecular Life Sciences (Di Pizio et al., 2019; DOI: 10.1007/s00018-019-03194-2).
Forschungspreis der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft
Frau PD Dr. Katharina Scherf ist mit dem Forschungspreis 2019 der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft (DZG e.V.) für das Forschungsvorhaben „Überprüfung der Verlässlichkeit eines tragbaren Sensors für Konsumierende zur Detektion von Gluten“ ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit einer Forschungsförderung in Höhe von 20.000,- Euro verbunden.
Juni
WSR017 Warum Chilli heiß und Minze kühl schmeckt oder was Chemesthetik ist
Interview mit Dr. Gaby Andersen
Bernd Rupp und André Lampe waren zu Gast am Leibniz-LSB@TUM und haben dort mit mehreren Forschenden gesprochen – es gibt also eine kleine Serie aus dem LSB (siehe Beiträge vom 14.04. und 12.05.2019).
Dieses Mal haben Bernd und André Dr. Gaby Andersen interviewt, die in der Sektion II: Chemorezeptoren & Biosignale die Arbeitsgruppe Chemesthetics & Metabolism am LSB leitet. Unter Chemesthetik oder Chemesthese versteht man eine Sensibilität von Haut und Schleimhäuten gegenüber chemischen Verbindungen. Das Besondere: diese Sensibilität wird über Rezeptoren vermittelt die normalerweise Empfindungen wie Hitze oder Kühle vermitteln. Das heißt chemische Verbindungen können beim Menschen diese Temperaturempfindungen auslösen.
Den Beitrag finden Sie hier: https://www.wirkstoffradio.de/2019/06/09/wsr017-warum-chilli-heiss-und-minze-kuehl-schmeckt-oder-was-chemesthetik-ist-interview-mit-dr-gaby-andersen/
15. Juni 2019: Teilnahme an der Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin
Von 17 bis 24 Uhr, zur Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin präsentierte das Leibniz-LSB@TUM gemeinsam mit Forschungspartnern aus dem Leibniz-Forschungsverbund „Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung“ Ergebnisse seiner aktuellen Forschung in der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft.
8. Runder Tisch Kakao in Hamburg
Wissenschaftler des Leibniz-LSB@TUM stellten vom 13. bis 14. Juni 2019 aktuelle Ergebnisse ihrer Forschung vor. Thematisiert wurden u.a. die Inhaltsstoff- und Qualitätsveränderungen von Kakao entlang der Verarbeitungskette.
Hamburger Ringvorlesung "Facetten der Lebensmittelchemie"
PD Dr. Katharina Scherf vom Leibniz-LSB@TUM ist eine der neun Vortragenden, die im Rahmen einer Ringvorlesung des Fachbereichs Chemie der Universität Hamburg über ihr Forschungsgebiet informieren.
Am 05. Juni 2019 hält PD Dr. Scherf einen Vortrag zum Thema: Neue Methoden zur Detektion von Gluten aus Weizen, Roggen und Gerste in Lebensmitteln für Zöliakie-Betroffene
Mai
Manfred Rothe Excellence Award in Flavor Research
Dr. Antonella Di Pizio vom Leibniz-LSB@TUM ist am 23. Mai 2019 im Rahmen des 12. Wartburg Symposiums mit der Platin-Ausgabe des Manfred Rothe Excellence Awards in Flavor Research ausgezeichnet worden. Ziel des Preises ist es, Forschende für ihre herausragenden Beiträge zur Aroma- und Geschmacksforschung zu ehren und zu fördern.
Kurzprofil von Dr. Antonella Di Pizio
Duftendes Jackfruchtfleisch
Forschende des Leibniz-LSB@TUM haben 35 Schlüsselgeruchsstoffe identifiziert, die für das typische Fruchtfleischaroma der Jackfrucht verantwortlich sind. Die neuen Daten bilden eine Basis, um in weiteren Arbeiten die molekularen Ursachen für sorten- oder verarbeitungsbedingte Aromaunterschiede aufzuklären und gezielt neue Fruchtsorten mit verbesserten Aromaeigenschaften zu züchten.
BR TV Gesundheit am Leibniz-LSB@TUM / Insekten: proteinreiche Nahrung?
21. Mai
PD Dr. Katharina Scherf leitete für BR TV einen Sensorik-Test, um den Geschmack von Insekten-Burgern zu bewerten. Nach dem Urteil der Probanden schmeckt der Burger sehr würzig.
https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/gesundheit/insekten-essen-ernaehrung-kochen-rezepte100.html
12th Wartburg Symposium on Flavour Chemistry & Biology
May 21-24, 2019 | Eisenach/Germany
Wissenschaftler des Leibniz-LSB@TUM sind mit dabei:
Dr. habil. Maik Behrens hält heute (21.05.2019) einen Vortrag zum Thema: Taking fingerprints of the evolution – Bitter taste receptor gene repertoires.
Gefolgt von Dr. Patrick Marcinek mit einem Vortrag zum Thema: Selective chemoreception of food-relevant pyrazines relates to evolutionary conserved detection of semiochemicals.
Weitere Informationen: http://www.wartburg-symposium.de
19. Mai: Wissenschaftsmatinee mit Prof. Thomas Hofmann
Die molekulare Welt des guten Geschmacks
Ein Großteil unserer Lebensqualität basiert auf der Fähigkeit zu riechen und zu schmecken. Doch wie sind Düfte zusammengesetzt? Was passiert biochemisch, wenn wir einen Geschmack wahrnehmen? Lebensmittelchemiker Prof. Thomas Hofmann spricht darüber bei der Wissenschaftsmatinee des TUM Institute for Advanced Study (IAS) am Sonntag, 19. Mai, um 11 Uhr.
Prof. Thomas Hofmann leitet seit 2007 den Lehrstuhl für Lebensmittelchemie und Molekulare Sensorik an der Technischen Universität München (TUM). Er ist seit 2009 Vizepräsident für Forschung und Innovation, seit 2017 Direktor des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der TUM und übernimmt im Herbst 2019 das Amt des Präsidenten von Prof. Wolfgang A. Herrmann. In seinem Vortrag wird er die Grundlagen der Geruchs- und Geschmackswahrnehmung verständlich machen und aufzeigen, wie der Mensch die komplexe Molekülwelt der Natur auf das Wesentliche reduziert.
WSR015 Wie funktioniert unser Geschmackssinn?
Interview mit Dr. habil. Maik Behrens (12.05.2019)
Bernd Rupp und André Lampe vom Wirkstoffradio waren zu Gast am Leibniz-LSB@TUM und haben dort mit mehreren Forschenden gesprochen – es gibt also eine kleine Serie aus dem LSB (siehe Beitrag vom 14.04.2019).
Dieses Mal sprechen Bernd und André mit Dr. habil. Maik Behrens, der in der Sektion II: Chemorezeptoren & Biosignale die Arbeitsgruppe Taste Systems Reception & Biosignals am LSB leitet. Bernd kennt Maik schon seit einiger Zeit, vor allem von den regelmäßigen Treffen des Leibniz-Forschungsverbundes “Wirkstoffe und Biotechnologie“.
Den Beitrag finden Sie hier: www.wirkstoffradio.de/2019/05/12/wsr015-wie-funktioniert-unser-geschmackssinn-interview-mit-dr-maik-behrens/
BR TV Gut zu wissen: Kokosöl - Superfood oder nicht?
11. Mai 2019
Kokosöl wird wegen seiner angeblich gesundheitsfördernder Wirkung als wahres "Superfood" gepriesen. Man schreibt ihm positiven Einfluss auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Alzheimer zu. Und es soll dabei helfen, dass man weniger zunimmt. Aber was ist tatsächlich dran?
Dr. Josef Ecker vom ZIEL im Interview. Das Leibniz-LSB@TUM ist im Beitrag erwähnt.
https://www.br.de/mediathek/video/kokosoel-superfood-oder-nicht-av:5cd56edfa4a3c2001a5b87a7
Stickstoff-Düngung beeinflusst Backqualität von Weizenmehl – Weniger ist manchmal mehr
Ein internationales Wissenschaftlerteam hat untersucht, inwieweit eine späte Stickstoff-Blattdüngung von Weizenpflanzen dazu beitragen kann, die Backqualität von Weizenmehl zu verbessern. Wie die neue Studie zeigt, optimiert sie nur dann die Backqualität, wenn die Getreidepflanzen zuvor zu wenig Stickstoff aufgenommen hatten. Insbesondere ein Düngereinsatz von 100 kg Stickstoff pro Hektar führte in der Studie zu einer optimalen Eiweißzusammensetzung im Weizenkorn und erzielte damit eine hohe Backqualität des Mehls. An der Studie war auch das Leibniz-LSB@TUM beteiligt.
Hamburger Ringvorlesung "Facetten der Lebensmittelchemie"
PD Dr. Martin Steinhaus vom Leibniz-LSB@TUM ist einer der neun Referenten, die im Rahmen einer Ringvorlesung des Fachbereichs Chemie der Universität Hamburg über ihr Forschungsgebiet informieren.
Am 08. Mai 2019 hält PD Dr. Steinhaus einen Vortrag zum Thema:
Frischkäseherstellung optimieren
Ein Wissenschaftlerteam unter Führung der Universität Hohenheim, hat nun ein neues Verfahren zur Frischkäseherstellung weiterentwickelt. Per Mikrofiltration lässt sich Frischkäse so herstellen, dass er weniger bitter schmeckt und als Nebenprodukt gut verwertbare Süßmolke entsteht. Entscheidend ist, dass vor der Fermentation das Kalzium-Proteinverhältnis des Milchretentats stimmt. An dem Projekt waren auch Forschende des Leibniz-LSB@TUM und der TU München beteiligt.
Förderung: Das Forschungsvorhaben wurde im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (via AiF) über den Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) gefördert (Projekte AiF 18124 N und 19688 N).
April
WSR013 Wie funktioniert unser Geruchssinn?
Interview mit PD Dr. Dietmar Krautwurst (14.04.2019)
Bernd Rupp und André Lampe waren zu Gast am Leibniz-LSB@TUM und haben dort mit mehreren Forschenden gesprochen – es gibt also eine kleine Serie aus dem LSB. Den Anfang macht PD Dr. Dietmar Krautwurst. Bernd kennt Dietmar Krautwurst schon länger von den regelmäßigen Treffen des Leibniz-Forschungsverbundes “Wirkstoffe und Biotechnologie” und hat daher nicht lange gezögert, dafür zu sorgen, dass diese Wirkstoffradio-Episode aufgenommen wird.
Den Beitrag finden Sie hier: www.wirkstoffradio.de/2019/04/14/wsr013-wie-funktioniert-unser-geruchssinn-interview-mit-pd-dr-dietmar-krautwurst/
Hautpflege: Mizellen
Reinigungswasser im Check
PD Dr. Martin Steinhaus im Interview mit BR-TV Gesundheit (09.04.2019)
Auf dem Beauty-Markt sind Mizellenwasser nicht mehr wegzudenken. Waren sie noch vor kurzem völlig unbekannt, setzen mittlerweile unzählige Hersteller auf den Abschmink-Trend. Mizellen sollen eine riesen Reinigungskraft haben, verspricht die Werbung. Kein Rubbeln und Reiben mehr – Mizellen ziehen den Schmutz an wie ein Magnet. Doch stimmt das?
Den Beitrag finden Sie hier: https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/gesundheit/mizellenwasser-kosmetik-haut-100.html
Neue Erkenntnisse zur Wirkung von Bittersalz – Epsom-Salz-Rezeptor identifiziert
Ein Wissenschaftlerteam um Maik Behrens vom Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München hat nun den Rezeptor identifiziert, der für den Bittergeschmack verschiedener Salze verantwortlich ist. Zu diesen zählt auch medizinisch verwendetes Epsom-Salz. Die Entdeckung trägt dazu bei, die physiologischen Mechanismen aufzuklären, über die Epsom-Salz das Herz oder den Darm beeinflusst.
Internationaler DLG-Sensorik Award 2019
Der Lebensmitteltechnologe und Absolvent der Fachrichtung Lebensmitteltechnik der Hochschule Trier, Michael Féchir, ist mit dem Internationalen Sensorik Award 2019 der DLG ausgezeichnet worden.
Der Internationale DLG-Sensorik Award wird jährlich für herausragende Arbeiten der deutschsprachigen Sensorikwissenschaften vergeben. Die von Féchir im Rahmen einer kooperativen Promotion mit dem Leibniz-LSB@TUM geleistete Forschungsarbeit überzeugte durch ihre wissenschaftliche Qualität und ihren hohen praktischen Nutzen.
Das bis Oktober 2019 laufende, kooperative Forschungsprojekt wird vom Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI e.V.) über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) gefördert.
Brotqualität durch Kneten verbessern
Weizenbrotteig mit einem hohen Gehalt an mechanisch modifizierter Stärke erfordert im Vergleich zu Brotteig aus Standardmehl längere Knetzeiten. Eine verlängerte Knetzeit verbessert die Mikrostruktur des Teigs und erhöht das Brotvolumen um fast 25 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Kooperationsstudie der TU München und des Leibniz-LSB@TUM.
Förderung: Die Arbeit wurde im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (via AiF) über den Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) gefördert (Projekt AiF 18679N).
Seminarvortrag von Dr. Antonella Di Pizio am Forschungszentrum Jülich
Am 02. April hielt Dr. Antonella Di Pizio vom Leibniz-LSB@TUM einen Seminarvortrag am Forschungszentrum Jülich. Der Titel des Vortrags lautete: From chemistry to biology and back: molecular recognition of bitter molecules
Neues zum Thema Gluten und Weizenallergie
Die WDEIA (weizenabhängige anstrengungsinduzierte Anaphylaxie) ist eine seltene Form der Weizenallergie. Körperliche Aktivität, Alkohol oder bestimmte Medikamente stehen im Verdacht, die Aufnahme bestimmter Glutenbestandteile (Gliadine) aus dem Darm ins Blut zu erhöhen und so die Allergie auszulösen. Wie eine neue Studie unter maßgeblicher Beteiligung des Leibniz-LSB@TUM zeigt, ist die Höhe der Gliadinspiegel unabhängig von den benannten Faktoren ̶ zumindest bei gesunden Personen. Ebenso wenig beobachteten die Forschenden einen Zusammenhang zwischen Gliadinspiegeln und Zonulin, einem Marker für die Durchlässigkeit der Darmbarriere.
Förderung: Diese Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Technischen Universität München (TUM) im Rahmen des Open Access Publishing Programms unterstützt.
März
Girls'Day am Leibniz-LSB@TUM
Am 28. März 2019 erhielten unsere jungen Gäste Einblick in die Forschungsarbeiten unseres Instituts und erfuhren viel über das Berufsbild eines Bioinformatikers. Unseren jungen Gästen hat der Tag sehr gefallen. Vielen Dank an alle, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, um den Nachwuchs für die Wissenschaft zu begeistern.
Nicht nur zum Riechen und Schmecken gut – Chemorezeptoren bieten Ansätze für die Entwicklung neuer Medikamententherapien
Geruchs- und Geschmacksrezeptoren finden sich nicht nur in Nase bzw. Mund. Neueste Studien weisen darauf hin, dass sie im Körper noch andere Funktionen übernehmen, zum Beispiel bei der Immunabwehr oder der Regulation des Stoffwechsels. Daher könnten sie als Ansatzpunkte dienen, um computerunterstützt neue Therapeutika zu entwickeln. Ein Übersichtsartikel des Leibniz-LSB@TUM fasst nun die aktuelle Datenlage zu diesem Thema zusammen.
Förderung: Diese Arbeit wurde von der TUM im Rahmen des Open Access Publishing Programms unterstützt.
Benzolgehalt von Lebensmitteln sicher bestimmen
Benzol ist krebserregend. Daher ist es wichtig, den Benzolgehalt in aromatisierten Lebensmitteln genau bestimmen zu können, zum Beispiel in Getränken mit Kirschgeschmack. Ein Wissenschaftlerteam des Leibniz-LSB@TUM und der TU München hat nun eine neue, verlässliche Analysemethode entwickelt, mit der sich selbst noch geringste Benzol-Mengen in Lebensmitteln nachweisen lassen.
Förderung: Die Arbeit wurde im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (via AiF) über den Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) gefördert (Projekt AiF 18813 N).
Der Duft von glutenfreiem Reismehl und -brot
Menschen, die von der Darmerkrankung Zöliakie betroffen sind, müssen glutenhaltiges Brot meiden. Sie greifen daher oft auf glutenfreie Ersatzprodukte wie Reisbrot zurück. Eine neue Studie hat nun erstmals die Schlüsselgeruchsstoffe identifiziert, die den Duft von glutenfreiem Reismehl bzw. Reisbrot prägen. Die Ergebnisse können dazu beitragen, das Aroma und damit auch die Qualität von glutenfreiem Gebäck zu optimieren. Forschende des Leibniz-LSB@TUM waren an der Studie maßgeblich beteiligt.
Förderung: Die Arbeit wurde im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (via AiF) über den Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) gefördert (Projekt CORNET AiF 147 EN “GLUeLESS”).
Februar
Geruchsstoff-Profile von Propolis
Propolis ist ein von Bienen produziertes, wohlriechendes Kittharz, das antimikrobielle Eigenschaften besitzt. Lebensmittelhersteller verwenden es ebenso wie Kosmetikproduzenten. Eine US-amerikanische Studie hat nun die Geruchsstoff-Profile von Propolis-Proben eines Bienenstocks aus New Jersey über einen Zeitraum von drei Jahren untersucht. Die Ergebnisse werden dazu beitragen, neue Verfahren zur Qualitätskontrolle von Propolis zu entwickeln. An der Studie war auch das Leibniz-LSB@TUM beteiligt.
Bioelektronische Zunge für Bitterstoffe entwickelt
Ein internationales Forscherteam, an dem auch das Leibniz-LSB@TUM beteiligt ist, hat eine zellbasierte „bioelektronische Zunge“ entwickelt. Sie dient dazu, spezifisch Bitterstoffe zu erkennen, die eine Thioharnstoff- oder Isothiocyanat-Gruppierung enthalten. Vorausgegangene Studien lassen annehmen, dass einige dieser Verbindungen anti-kanzerogen wirken. Das neue Testsystem könnte daher künftig in Lebensmittel- oder pharmazeutischen Studien zum Einsatz kommen.
Weizenproteine und Immunsystem
Weizen ist eine wichtige Nährstoffquelle, die auch zur Eiweißversorgung beiträgt. Jedoch kann das im Getreide enthaltene Klebereiweiß (Gluten) bei einigen Menschen die Darmerkrankung Zöliakie auslösen. Zudem stehen auch andere Weizenproteine im Verdacht, entzündliche Immunreaktionen zu triggern. Ein neuer Artikel des Leibniz-LSB@TUM gibt nun einen aktuellen Überblick über das Thema ‚Weizenproteine und Immunsystem‘.
Förderung: Die Arbeit wurde von der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen des Leibniz-Wettbewerbs 2016 unterstützt (Projekt: WHEATSCAN, K195/2015).
Was machen Geschmacksrezeptoren im Gehirn?
Geschmacksrezeptoren sind nicht nur zum Schmecken gut, denn sie finden sich auch auf Zellen von Organen, die an der hormonellen Regulation des Körpers beteiligt sind. Hierzu zählen das Gehirn, die Bauchspeichel- oder Schilddrüse. Ein aktueller Übersichtsartikel des Leibniz-LSB@TUM fasst jetzt zusammen, was die Wissenschaft bislang über mögliche Funktionen von Geschmacksrezeptoren im (neuro)endokrinen System weiß.
Publikation: Behrens M, Meyerhof W (2019) J Neuroendocrinol, DOI: 10.1111/jne.12691. A role for taste receptors in (neuro)endocrinology?
Januar
Bitterer Raps
Rapssaat enthält nicht nur Öl, sondern auch hochwertiges Eiweiß. Doch Proteinextrakte aus Raps besitzen eine intensive, bittere Fehlnote. Ein Team um den Lebensmittelchemiker Thomas Hofmann hat nun die für den bitteren Geschmack entscheidende Substanz identifiziert. Ein erster Schritt, um Raps für die menschliche Eiweißversorgung zu erschließen.
Lebensmittelchemikerin mit Förderpreis ausgezeichnet
Dr. Kathrin Schalk hat am 17. Januar 2019 im Rahmen der 48. Wissenschaftlichen Informationstagung der Berlin-Brandenburgischen Gesellschaft für Getreideforschung e.V. in Berlin den wissenschaftlichen Förderpreis des Verbandes Deutscher Großbäckereien erhalten. Der Preis würdigt ihre hervorragende Dissertation mit dem Titel „Development of targeted mass spectrometric methods for the quantitation of gluten-specific peptides in foods“.
Craft-Bier kühl lagern und möglichst frisch konsumieren
Eine neue Untersuchung des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der TU München (Leibniz-LSB@TUM) zeigt: Craft-Bier sollte man unbedingt kühl lagern und so frisch wie möglich konsumieren. Laut Studie hat kühl gelagertes Bier bereits nach drei Monaten über ein Drittel eines wichtigen Hopfengeruchsstoffs eingebüßt, der das typische Aroma vieler Craft-Biere prägt. Eine Lagerung bei Raumtemperatur lässt den Gehalt dieser Substanz noch deutlicher sinken.
Martin Steinhaus und Klaas Reglitz vom Leibniz-LSB@TUM veröffentlichen ihre Ergebnisse kürzlich in der Fachzeitschrift BrewingScience, doi.org/10.23763/BRSC18-13STEINHAUS.