Pressemitteilungen
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2026
Neue Studie zeigt: Standardtests erkennen nicht immer alle Glutenreste in Gerstenbier
Freising, 08. Juni 2026 – Einige als „glutenfrei“ gekennzeichnete Gerstenbiere enthalten geringe Mengen an Zöliakie-aktiven Glutenresten, welche die derzeit üblichen antikörperbasierten Standardtests nicht erfassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München. Darin verglichen Forschende zwei antikörperbasierte Testverfahren mit einem am Institut neuentwickelten massenspektrometrischen Nachweisverfahren. Die Studienergebnisse zeigen, dass moderne lebensmittelanalytische Methoden künftig dazu beitragen könnten, die Sicherheit glutenfreier Produkte weiter zu verbessern.
Bittere Kräuterextrakte stimulieren Magenzellen
Freising, 11. Mai 2026 - Bittere Kräuterextrakte gelten seit Langem als verdauungsförderlich. Doch welche molekularen Mechanismen liegen dieser Wirkung zugrunde? Eine Studie des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München liefert nun neue Erkenntnisse. Ihre Untersuchungen an einem zellulären Modellsystem ergaben: Insbesondere in Kombination können Kräuterextrakte menschliche Magenzellen zur Säureproduktion anregen. Besonders wirksam sind dabei Extrakte mit einem hohen Gehalt an Polyphenolen. Zudem zeigt die Studie, dass drei der etwa 25 verschiedenen menschlichen Bitterrezeptortypen an diesem Prozess beteiligt sind.
Wie Lebensmittel wirken und schmecken: Neue Nachwuchsgruppe entwickelt Vorhersagemodelle
Freising, 30. April 2026 – Am Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München hat zum 15. April 2026 eine neue Nachwuchsgruppe ihre Arbeit aufgenommen. Unter der Leitung von Dr. Nikolai Köhler widmet sich die Gruppe Integrative Food Systems Analysis der Entwicklung computergestützter Vorhersagemodelle für die sensorischen und physiologischen Wirkungen von Lebensmittel-Inhaltsstoffsystemen.
Neuer Forschungsansatz erhöht Geschmacksstabilität von Leinöl und verlängert dessen Haltbarkeit
Freising, 20. April 2026 - Wie lässt sich der milde Geschmack von Leinöl länger erhalten? Ein Forschungsteam um Roman Lang vom Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München ist dieser Frage nachgegangen. Wie das Team in seiner aktuellen Studie zeigt, lassen sich mithilfe von Bleicherde (Magnesium-Aluminium-Silikat) natürliche Vorstufen von Bitterstoffen schonend aus dem Öl entfernen. Dadurch bilden sich während der Lagerung deutlich weniger Bitterstoffe und das Leinöl bleibt länger geschmacklich stabil. Der besondere Vorteil: Der hohe Gehalt an gesundheitlich wertvollen Fettsäuren sowie der typische Charakter des Öls bleiben trotz der Reinigung erhalten.
Feierliche Amtsübergabe am Leibniz-LSB@TUM: Prof. Dr. Corinna Dawid offiziell gewürdigt
Freising, 6. Februar 2026 – Mit einer Festveranstaltung im Hörsaal der Alten Akademie in Freising hat das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (Leibniz-LSB@TUM) gestern, am 05. Februar 2026 die Amtsübergabe an seine Wissenschaftliche Direktorin Prof. Dr. Corinna Dawid feierlich begangen. Die Veranstaltung würdigte den bereits im Mai 2025 vollzogenen Leitungswechsel und markierte zugleich einen wichtigen institutionellen Moment nach Abschluss der jüngsten Institutsevaluierung.
Bittergeschmacksrezeptoren an der Schnittstelle zwischen Ernährung, Hormonsystem und Gesundheit
Freising, 28. Januar 2026 – Ein bitterer Geschmack gilt seit jeher als Warnsignal und soll davor schützen, potenziell schädliche Stoffe aufzunehmen. Doch Bittergeschmacksrezeptoren können offenbar weit mehr als nur den Geschmack von Lebensmitteln bewerten. Eine aktuelle Studie des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München zeigt nun, dass bestimmte menschliche Bittergeschmacksrezeptoren auch auf Steroidhormone reagieren. Sie könnten somit eine bislang unterschätzte Rolle bei physiologischen Prozessen spielen.