Leibniz-LSB@TUM-News 2022

Dezember

Frohe Feiertage

Das Leibniz-LSB@TUM wünscht allen frohe Feiertage und einen guten Start ins Jahr 2023.

Bleiben Sie gesund!

Neue Biomarker für den Kaffeekonsum

Freising, 07. Dezember 2022

Auf der Suche nach neuen Biomarkern für Ernährungs- und Gesundheitsstudien, hat ein Forschungsteam vom Leibniz-Institut für Lebensmittel- Systembiologie an der Technischen Universität München (LSB) drei Stoffwechselprodukte identifiziert und strukturell charakterisiert, die als spezifische Marker für den individuellen Kaffeekonsum in Frage kämen. Es handelt sich um Abbauprodukte einer Substanzgruppe, die bei der Kaffeeröstung in größeren Mengen entsteht, sonst aber nur selten in anderen Nahrungsmitteln vorkommt. Dies und die Tatsache, dass sich die potenziellen Biomarker bereits in sehr geringen Urinmengen nachweisen lassen, machen sie für künftige Humanstudien interessant.

Weitere Informationen unter ...

Publikation:  Lang, R., Beusch, A., and Dirndorfer, S. (2022). Metabolites of dietary atractyligenin glucoside in coffee drinkers' urine. Food Chemistry, 135026. 10.1016/j.foodchem.2022.135026.

Martin Steinhaus als Obmann der GDCh-Arbeitsgruppe Aromastoffe wiedergewählt

Frankfurt, 01. Dezember 2022

PD Dr. Martin Steinhaus vom Leibniz-LSB@TUM wurde in der 46. Sitzung der Arbeitsgruppe Aromastoffe  der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) wieder zum Obmann gewählt. Er leitete die Arbeitsgruppe bereits in der Amtsperiode 2020 bis 2022 und wird dies nun in der Amtsperiode 2023 bis 2025 fortsetzen. Die Arbeitsgruppe besteht seit 1998 und hat derzeit 22 aktive Mitglieder aus den Bereichen Aromenindustrie, Lebensmittelüberwachung, Handelslaboratorien und Hochschule. Die Gruppe trifft sich zweimal jährlich zum Informationsaustausch. Einvernehmliche Auffassungen der Arbeitsgruppe zu aktuellen Fragestellungen werden in Positionspapieren veröffentlicht. Im Jahr 2022 hat die Gruppe ein Grundlagenpapier zum Thema Vanillearomen – Herkunft, Analytik und Charakterisierung der Vanillebestandteile veröffentlicht. Das Paper dient Akteuren in der Lebensmittelwirtschaft vom Hersteller bis hin zur Lebensmittelüberwachung als Referenz und Hilfe zu Analyseverfahren und Beurteilungskriterien, die für die Echtheitsprüfung von Vanillearomen und Vanillebestandteilen relevant sind. Lesen Sie hierzu auch: Dem Vanillearoma auf der Spur!

Im Jahr 2019 hatte die Arbeitsgruppe zudem eine Broschüre erarbeitet, die sich an interessierte Verbraucherinnen und Verbraucher wendet und über die Bedeutung von Aromastoffen in Lebensmitteln aufklärt.

November

Wissenschaftlich engagiert

Dr. Antonella Di Pizio, Leiterin der Arbeitsgruppe Molecular Modeling am LSB, wurde kürzlich zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden der European Research Network on Signal Transduction (ERNEST) Cost Action  ernest-gpcr.eu/core-group/ ernannt. Zudem ist sie seit Kurzem Mitglied des Lenkungsausschusses der European Chemoreception Research Organization (ECRO)-Interessensgruppe Computational Chemosensation  https://www.ecro.online/interest-groups/computational-chemosensation/.

Herzlichen Glückwunsch zum eingeworbenen Grant

Der TUM-GS Internationalization Grant fördert den internationalen Austausch. Auch Promovierende, die nicht an der TUM angestellt sind, können die Förderung beantragen.

Dies ist Phil Richter erfolgreich gelungen, wozu ihm das LSB ganz herzlich gratuliert! Er ist Doktorand in der Arbeitsgruppe "Metabolic Function & Biosignals“ von Frau Prof. Dr. Veronika Somoza, Direktorin des Leibniz-Instituts. Der Grant ermöglicht dem exzellenten Doktoranden einen 14-tägigen Forschungsaufenthalt am NanoBiophysics Lab der Université catholique de Louvain (UCLouvain) in Belgien, um sich mit der Technik der Rasterkraftmikroskopie vertraut zu machen. Sein Ziel ist es, die Technik künftig in Zusammenarbeit mit Dr. Melanie Köhler und ihrer neuen Arbeitsgruppe am LSB zu nutzen, um bisher noch unbekannten Wechselwirkungen zwischen Lebensmittelinhaltsstoffen und Geschmacksrezeptoren auf die Spur zu kommen.

Book a Scientist

Nun ist es wieder soweit. Alle Neugierigen und Wissensdurstigen haben am 8. November 2022 erneut die Möglichkeit im Rahmen der Berlin Science Week mit Forschenden der Leibniz-Gemeinschaft 25-minütige Einzelgespräche zu führen. Über 120 Gesprächsthemen sind im Angebot.

Auch Dr. Melanie Köhler und Dr. Stephanie Frank vom Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (LSB) sind als Expertinnen im Themenkomplex: Gesundheit, Altern & Ernährung buchbar.

Alle Themen und Termine finden Sie hier: https://www.leibniz-gemeinschaft.de/bookascientist

Oktober

Sättigungsmechanismen im Magen auf der Spur  

Bittere Eiweißfragmente stimulieren Magensäuresekretion

Freising, 11. Oktober 2022 - Casein macht den Hauptanteil der Proteine in Käse und Quark aus. Zwar schmeckt es selbst nicht bitter, jedoch entstehen bei dessen Verdau im Magen auch Eiweißfragmente (Peptide), die bitter sind. Dies belegt erstmals eine Studie unter Führung des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (LSB). Die Studie lässt zudem annehmen, dass die bitteren Peptide in der Lage sind, die Säuresekretion von Magenzellen über deren zelleigene Bitterrezeptoren zu stimulieren. Ein Mechanismus, der laut Forschungsteam zur schon lange bekannten sättigenden Wirkung von Milcheiweiß beitragen könnte.

Weitere Informationen unter...

Publikation:  Richter, P., Sebald, K., Fischer, K., Behrens, M., Schnieke, A., and Somoza, V. (2022). Bitter Peptides YFYPEL, VAPFPEVF, and YQEPVLGPVRGPFPIIV, Released during Gastric Digestion of Casein, Stimulate Mechanisms of Gastric Acid Secretion via Bitter Taste Receptors TAS2R16 and TAS2R38. J Agric Food Chem. 10.1021/acs.jafc.2c05228.

September

Unterernährung bekämpfen – Eipulver als Nahrungsergänzungsmittel geeignet?

Freising, 15.09.2022 - Unterernährung ist nicht nur in afrikanischen Ländern eine zentrale Herausforderung. Wie eine internationale Studie unter Führung von Veronika Somoza nun zeigt, ist Eipulver ein Nahrungsmittel mit großem Potenzial, die Ernährungssituation von Kindern in Mangelgebieten zu verbessern. Im Vergleich zu pasteurisiertem Vollei enthält das Pulver zwar geringere Mengen an essenziellen Fettsäuren, liefert aber dennoch viele Vitamine, unentbehrliche Aminosäuren und wichtige Spurenelemente. Darüber hinaus ist es ohne zusätzliche Konservierungsstoffe lange haltbar, lässt sich leicht über weite Strecken transportieren und ist einfach zuzubereiten.

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Publikation:  Pirkwieser, P., Grosshagauer, S., Dunkel, A., Pignitter, M., Schneppe, B., Kraemer, K., and Somoza, V. (2022). Evaluation of spray-dried eggs as a micronutrient-rich nutritional supplement. Frontiers in Nutrition 9. 10.3389/fnut.2022.984715.

August

Hoher Besuch am “Food Science Day” des Freisinger Leibniz-Instituts

Am 04. August 2022 freute sich das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (LSB) anlässlich seines „Food Science Day“ hochrangige Gäste aus Wissenschaft und Politik begrüßen zu dürfen.

Weitere Informationen unter...

Juli

 Geruchsstoffanalytik 2.0 – Technik für die Isolierung flüchtiger Lebensmittelinhaltsstoffe optimiert

Freising, 29.07.2022 - Einem Forschungsteam des Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (LSB) ist es gelungen, eine bewährte Methode zur schonenden, Artefakt-vermeidenden Isolierung flüchtiger Lebensmittelinhaltsstoffe zu automatisieren. Wie die aktuelle Vergleichsstudie des Teams nun zeigt, bietet die automatisierte Solvent-Assisted Flavor Evaporation (aSAFE) gegenüber dem manuellen Verfahren erhebliche Vorteile. Sie erzielt durchschnittlich höhere Ausbeuten und senkt das Kontaminationsrisiko durch nichtflüchtige Substanzen.

Weitere Informationen unter ...

Publikation:  Schlumpberger, P., Stübner, C.A. & Steinhaus, M. (2022) Development and evaluation of an automated solvent-assisted flavour evaporation (aSAFE). Eur Food Res Technol. 10.1007/s00217-022-04072-1. 

Fortschritt in der Bioanalytik: Herstellung von RNA-Chips deutlich vereinfacht

RNA-Chips können der Erforschung neuer Methoden zur Diagnose und Behandlung von Erkrankungen wie Krebs dienen

Eine gemeinsame Pressemitteilung der Universität Wien/Fakultät für Chemie und des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (LSB)

Wien/Freising, 26. Juli 2022
Biochips (Microarrays) sind moderne Analysewerkzeuge, die es erlauben, in einer geringen Menge von Probenmaterial gleichzeitig tausende von Einzelnachweisen durchzuführen. Ein Team um Mark Somoza von der Fakultät für Chemie der Universität Wien hat nun eine neue Methode in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ vorgestellt. Mit dieser lassen sich kommerziell erhältliche DNA-Chips schnell und einfach in sonst deutlich schwerer herzustellende RNA-Chips umwandeln. Solche RNA-Microarrays tragen dazu bei, die noch unbekannten Funktionen von RNA-Molekülen in Zellen zu ergründen − eine wichtige Voraussetzung, um die Diagnose und Behandlung von Krankheiten wie Krebs voranzutreiben.

Weitere Informationen unter ...

Juni

Freisinger Innovationstag Ernährung

Das Leibniz-LSB@TUM ist ab 13:00 Uhr mit dabei! Kommen Sie doch mal vorbei, rund ums Thema Agrar-Ernährung-Lebensmittel gibt es viel zu entdecken, auszuprobieren und auch zu verkosten.

Wo? Campus Weihenstephan | Maximus-von-Imhof-Forum 1 | 85354 Freising

Wann? 02. Juli 2022

Die „ESSERwisser“ der Forschungseinrichtungen am Wissenschaftsstandort Weihenstephan, zu denen auch das Leibniz-LSB@TUM gehört, laden Jung und Alt zum ersten Freisinger Innovationstag Ernährung (FIT)  in Präsenz ein.

Besuchen Sie unseren Stand!

Wo? Münchner Wissenschaftstage mit FORSCHA – Das Entdecker-Reich | Theresienhöhe | Alte Messe

Wann? 24. bis 26. Juni 2022

Süß, sauer, salzig, bitter und umami - Im Wissenschaftsjahr „Nachgefragt“ antwortet das Leibniz-LSB@TUM auf „Geschmacksfragen“. Besuchen Sie uns und finden Sie heraus, wie gut Sie sich mit dem Zuckergehalt von Getränken auskennen.

Das Programm finden Sie hier: forscha.de/fo/besucher

Was für das Minzaroma entscheidend ist – Aromakomposition von 153 Minzarten charakterisiert

Die Minze-Sammlung des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums bildet die Grundlage für Forschungen zur weltweit begehrten Aromapflanze. Ein Forschungsteam unter Führung der Technischen Universität München (TUM) hat nun eine von ihm bereits im Jahr 2021 entwickelte Methodik genutzt, um die komplexe Sammlung im Hinblick auf die Aromastoffkomposition verschiedener Minzarten im Hochdurchsatz zu analysieren sowie auf sensorische Unterschiede zu untersuchen, die in Abhängigkeit von Taxonomie, Umweltbedingungen und Wachstumsstadien bestehen. Mittels Flüssigchromatographie-Tandem-Massenspektrometrie charakterisierte das Team die Aromastoff- Zusammensetzung von insgesamt 153 verschiedenen Genotypen der Kräuterpflanze. „Wir konnten zeigen, dass die Aromastoff-Zusammensetzung je nach Taxonomie variiert und sich während des Wachstums der Pflanze verändert. Ebenso beobachteten wir, dass die Gewächshausbedingungen die Aromastoff-Konzentrationen enorm beeinflussen“, fasst Lebensmittelchemiker Andreas Dunkel vom LSB die Ergebnisse zusammen, der an der Studie beteiligt war.

Publikation:  Peters, V.C.T., Dunkel, A., Frank, O., Rajmohan, N., McCormack, B., Dowd, E., Didzbalis, J., Gianfagna, T.J., Dawid, C., and Hofmann, T. (2022). High-Throughput Flavor Analysis and Mapping of Flavor Alterations Induced by Different Genotypes of Mentha by Means of UHPLC-MS/MS. J Agric Food Chem. 10.1021/acs.jafc.2c01689.

Förderung: Die Forschungsarbeiten wurden von Mars Wrigley (USA) finanziell unterstützt.

Nachruf Prof. Dr. Michael Granvogl

Das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (LSB) trauert um Prof. Dr. Michael Granvogl, der unerwartet am 23. März 2022 verstorben ist. Wir nehmen Abschied von einem hochgeschätzten Kollegen und renommierten Wissenschaftler, dessen Forschung ganz der analytischen Lebensmittelchemie gewidmet war.

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10. Runder Tisch Kakao vom 02. bis 03. Juni 2022:
Food System Cocoa - Unravelling Key Drivers and their Impact on Cocoa Bean Quality.

Vortragende aus dem LSB:

PD Dr. Martin Steinhaus, Leiter der Sektion I (ad interim) und Leiter der AG Food Metabolome Chemistry am LSB; er spricht am 02. Juni zum Thema: Rauchig, schimmlig, kokosnussartig - atypische Aromanoten in Kakao, die Moleküle dahinter und ihre Bildung

Andreas Dunkel, Leiter der AG Integrative Food Systems Analysis and Databases; er spricht am 03. Juni zum Thema: Systembiologie des Kakaos - ein holistischer und integrativer Ansatz zur Modellierung der Kakaobohnen- und Schokoladenqualität

Lesen Sie mehr: www.rundertischkakao.de

Mai

3. bis 5. Mai: Watertop's Training School am Leibniz-LSB@TUM

Starting now! Watertop's Training School "Advanced GC-MS techniques for water taste & odor analysis" at Leibniz-LSB@TUM.

Lesen Sie mehr unter: watertopnet.eu/watertop-agenta/

April

Warum gelagertes Leinöl bitter schmeckt – Und was man dagegen tun könnte

Freising, 21. April 2022

Ein Forschungsteam unter Führung des LSB hat nun in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Lebensmittelchemie und molekulare Sensorik der Technischen Universität München neue molekulare Details aufgedeckt, die für die Bitterkeit von gelagertem Leinöl relevant sind. Die neuen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, geeignete technologische Verfahren oder züchterische Strategien zu entwickeln, die den guten Geschmack des Speiseöls länger erhalten.

Weitere Informationen unter...

Publikation: Lang, T., Frank, O., Lang, R., Hofmann, T., and Behrens, M. (2022). Activation Spectra of Human Bitter Taste Receptors Stimulated with Cyclolinopeptides Corresponding to Fresh and Aged Linseed Oil. J Agric Food Chem. 10.1021/acs.jafc.2c00976.

Förderung: Diese Forschung wurde zum Teil von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt (BE 2091/7-1 an MB).

19.-20. April 2022 – Water T&O Database Development Meeting, Prag

Ziel des Treffens war die Entwicklung der Water T&O Database, ein Ergebnis von WaterTOP. Martin Steinhaus und Andreas Dunkel (Leibniz-LSB-TUM) stellten die entsprechenden Datenbanken des LSB vor und es wurde ein erster Prototyp für die Water T&O Database entwickelt.

Website von WaterTOP COST Action (CA18225) https://watertopnet.eu/watertop-agenta/

Alkoholfreies Bier – Nicht-Saccharomyces-Hefe sorgt für ausgeprägtes Beeren- und Apfelaroma

Nicht-Saccharomyces-Hefen verleihen alkoholfreien Bieren fruchtige Aromen. So verfügt mit dem Stamm Cyberlindnera saturnus TUM 247 hergestelltes Bier, zum Beispiel über ein ausgeprägtes rote Beeren- und Apfelaroma. Wie ein Wissenschaftlerteam unter Führung des Forschungszentrums Weihenstephan für Brau- und Lebensmittelqualität nun erstmals belegt, ist hauptsächlich der Geruchsstoff (E)-β-Damascenon für dieses Aroma verantwortlich. „Ebenso stellten wir fest, dass eine niedrige Hefeanstellzahl, eine moderate Gärtemperatur und eine Stammwürze von 10,5 °P optimal sind, um ein Bier mit maximaler Fruchtigkeit, aber minimalem Ethanolgehalt und ohne Fehlaromanoten zu erzeugen“, sagt Dr. Stephanie Frank vom LSB, die an der Studie maßgeblich beteiligt war.

Publikation:  Methner, Y., Dancker, P., Maier, R., Latorre, M., Hutzler, M., Zarnkow, M., Steinhaus, M., Libkind, D., Frank, S., Jacob, F. (2022). Influence of Varying Fermentation Parameters of the Yeast Strain Cyberlindnera saturnus on the Concentrations of Selected Flavor Components in Non-Alcoholic Beer Focusing on (E)-β-Damascenone. Foods 11, 1038. 10.3390/foods11071038.

Förderung: Das Projekt (AiF 20658 N) der Industriellen Gemeinschaftsforschung der Forschungsvereinigung Wissenschaftsförderung der Deutschen Brauwirtschaft e.V. (Wifö) wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Fragt die ESSERwisser in Kooperation mit dem Wissenschaftsjahr!

Der Countdown läuft! Noch bis 15. April 2022 können Bürger:innen Fragen an die Freisinger Forschungseinrichtungen richten

Die Forschungseinrichtungen am Wissenschaftsstandort Weihenstephan laden Bürger:innen unter dem Motto #MeineFragefürdieWissenschaft ein, sich am IdeenLauf des bundesweiten Wissenschaftsjahrs 2022 zu beteiligen. Alle zum Thema Agrar – Lebensmittel - Ernährung gestellten Bürgerfragen sollen dabei helfen, die künftige Forschung in Deutschland aktiv mitzugestalten.

Fragen, die bis zum 15. April 2022 inklusive E-Mail-Kontakt eingereicht werden, fließen in den IdeenLauf ein. Alle Interessierten können ihre Fragen zum Thema „Essen und Ernährung“ auch per E-Mail an enable-cluster[at]tum.de einreichen.

Weitere Infos zum IdeenLauf unter:
https://www.wissenschaftsjahr.de/2022/ideenlauf

Zuckerhaltige Softdrinks und Cheeseburger − Langfristig geschmacksschädigend?

Zumindest bei Mäusen reduziert der Langzeitkonsum eines zucker- und koffeinhaltigen Softdrinks in Kombination mit einer fettreichen Cheeseburger-Diät die chemosensorische Oberfläche der pilzförmigen Geschmackspapillen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Kooperationsstudie der Fakultät für Chemie der österreichischen Universität Wien und der Fakultät für Medizin der slowakischen Comenius Universität. Inwieweit eine stark zucker- und fetthaltige Dauerernährung den menschlichen Geschmackswahrnehmungs-Apparat beeinträchtigt, ist jedoch noch nicht geklärt und bedarf laut Veronika Somoza und Barbara Lieder weiterer Untersuchungen. Beide haben als leitende Wissenschaftlerinnen der Wiener Fakultät für Chemie maßgeblich zur Studie beigetragen. Zudem ist Veronika Somoza Direktorin des LSB.

Publikation:  Lieder, B., Conka, J., Reiner, A.T., Zabel, V., Ameur, D., Somoza, M.M., Sebekova, K., Celec, P., and Somoza, V. (2022). Long-Term Consumption of a Sugar-Sweetened Soft Drink in Combination with a Western-Type Diet Is Associated with Morphological and Molecular Changes of Taste Markers Independent of Body Weight Development in Mice. Nutrients 14. ARTN 594 10.3390/nu14030594.

Potentielle “Geschmacksverbesserer” für Hustenmittel identifiziert

Ein bitterer Geschmack hält nicht nur Verbraucherinnen und Verbraucher davon ab, bestimmte Lebensmittel zu verzehren. Er erschwert auch oft die Einnahme von Medikamenten. Ein Wissenschaftlerteam um Veronika Somoza, stellvertretende Vorständin des Instituts für Physiologische Chemie der Fakultät für Chemie an der Universität Wien und Direktorin des LSB, hat nun eine zellbasierte Methodik optimiert, mit der sich Substanzen identifizieren lassen, die den Bittergeschmack modulieren. Erste Ergebnisse des Teams weisen darauf hin, dass natürliche Pflanzenstoffe wie das in Zitrusfrüchten enthaltene Hesperidin den Bittergeschmack eines bewährten Hustenmittels (Guaifenesin) verringern. Der Arzneistoff wirkt sowohl schleimlösend als auch auswurffördernd.

Publikation:  Beltrán, L.R., Sterneder, S., Hasural, A., Paetz, S., Hans, J., Ley, J.P., and Somoza, V. (2022). Reducing the Bitter Taste of Pharmaceuticals Using Cell-Based Identification of Bitter-Masking Compounds. Pharmaceuticals 15, 317. 10.3390/ph15030317.

März

Herzlichen Glückwunsch an Prof. Dr. Katharina Scherf!

Tenure-Track-Professorin Katharina Scherf, jetzt am Karlsruher Institut für Technologie tätig, erhält für die Analyse molekularer Glutenbestandteile im Forschungsprojekt GLUTENOMICS einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (European Research Council – ERC). Sie war zuvor als leitende Wissenschaftlerin am Leibniz-LSB@TUM tätig.

Lesen Sie mehr unter: www.kit.edu/kit/30396.php

Genetischer Link zwischen Bauch und Hirn

Studien weisen darauf hin, dass ein genetischer Zusammenhang zwischen chronisch entzündlichen Darmkrankheiten und psychischen Erkrankungen besteht. Daher hat ein Wissenschaftlerteam unter Führung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel eine transkriptomweite Assoziationsstudie für 23 Gewebe der Darm-Hirn-Achse durchgeführt. Basis bildeten die Datensätze von 180.592 Patientinnen und Patienten. Mit Hilfe verschiedener Analysemethoden ist es dem Team gelungen, drei Gene zu identifizieren, die im Gehirn und Darm aktiv sind und gleichzeitig sowohl die Anfälligkeit für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa als auch Schizophrenie beeinflussen. Professor Olaf Wolkenhauer, Leiter der Arbeitsgruppe Network Modeling & Machine Learning am LSB, war an der bioinformatischen Datenauswertung beteiligt.

Publikation:  Uellendahl-Werth F, Maj C, Borisov O, Juzenas S, Wacker EM, Jørgensen IF, Steiert TA, Bej S, Krawitz P, Hoffmann P, Schramm C, Wolkenhauer O, Banasik K, Brunak S, Schreiber S, Karlsen TH, Degenhardt F, Nöthen M, Franke A, Folseraas T, Ellinghaus D (2022) Commun Biol. 5(1):80, DOI: 10.1038/s42003-022-03031-6. Cross-tissue transcriptome-wide association studies identify susceptibility genes shared between schizophrenia and inflammatory bowel disease

Book a Scientist 2022

Speed Dating mit der Wissenschaft – Allen Neugierigen und Wissensdurstigen wollen wir mit dem kommenden "Book a Scientist" am 8. April 2022 ein spannendes Angebot machen: Buchen Sie sich Ihr exklusives, virtuelles Gespräch mit unseren Leibniz-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern! In persönlichen Gesprächen geben unsere Forschenden Einblick in ihre Themen und ihren Arbeitsalltag, beantworten Ihre individuellen Fragen und freuen sich auf den Austausch mit Ihnen.

Um ein Gespräch zu reservieren, schreiben Sie eine E-Mail an veranstaltungen(at)leibniz-gemeinschaft.de unter Angabe Ihres Namens, des gewählten Themas und des gewünschten Zeitfensters. Sie erhalten eine Bestätigungsmail, sofern der Termin noch verfügbar ist. Gern können Sie uns auch bereits ein, zwei Fragen senden, die Sie zum gewählten Thema besonders interessieren. Das Angebot ist kostenlos. Die Gespräche finden virtuell statt.

Februar

Wir machen mit beim Ideenlauf!

Der IdeenLauf ist die zentrale Mitmachaktion im Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt!. Ziel ist es, einen Dialog zwischen Bevölkerung und Wissenschaft anzustoßen und neue Zukunftsfelder für Forschung und Forschungspolitik aufzuzeigen. Daher lädt der IdeenLauf unter dem Motto #MeineFragefürdieWissenschaft alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich zu wichtigen Themen der Wissenschaft und Forschungspolitik einzubringen und diese mitzugestalten.

Fragen, die vom 14. Januar bis zum 15. April 2022 eingereicht werden, fließen in den IdeenLauf ein. Karten zum Mitmachen und die Fragenbox finden Sie bei uns im Foyer.

Weitere Infos unter: https://www.wissenschaftsjahr.de/2022/ideenlauf

Geruch und Geschmack von Erbsenprotein weiter entschlüsselt

Pflanzliche Proteinquellen liegen voll im Trend. Neben Eiweiß aus Soja ist auch Erbsenprotein eine Zutat für neuartige Lebensmittel, zu denen auch Fleischersatzprodukte zählen. Leider führt dessen Verwendung auch oft zu ungewünschten grasig und bohnenartigen Fehlnoten im jeweiligen Produkt, was in einer geringeren Verbraucherakzeptanz resultiert. Eine unter Führung der Technischen Universität München durchgeführte Studie, liefert nun neue Erkenntnisse zu den Geruchsstoffen, die das typische Aroma von Erbsenprotein prägen. „Unsere Ergebnisse können künftig Lebensmittelherstellern dabei helfen, neben dem Geschmack auch das Aroma pflanzenbasierter Produkte zu optimieren“, sagt Dr. Johanna Kreißl vom LSB, die an der Studie beteiligt war.

Publikation:  Utz, F., Spaccasassi, A., Kreissl, J., Stark, T.D., Tanger, C., Kulozik, U., Hofmann, T., Dawid, C. (2022). Sensomics-Assisted Aroma Decoding of Pea Protein Isolates (Pisum sativum L.). Foods 11, 412. 10.3390/foods11030412.

Bittersüße Geschmacksvielfalt von Kohlgemüse untersucht – Glukosinolate für Bitterkeit entscheidend

Ein Wissenschaftlerteam, zu dem auch Andreas Dunkel vom LSB zählt, hat unter Führung der Poznań University of Life Sciences untersucht, welche natürlichen Inhaltsstoffe den Geschmack von Kohlgemüse prägen. Hierzu analysierte das Team verschiedene Sorten auf molekularer sowie sensorischer Ebene sowohl im rohen als auch gekochtem Zustand. Wie es zeigt, korreliert die Bitterkeit von Rosenkohl und Brokkoli mit dem Glukosinolatgehalt. Dabei enthielt Rosenkohl deutlich höhere Konzentrationen dieser bioaktiven Bitterstoffe als Brokkoli oder andere Gemüse. Bei Rosenkohl, Kohlrabi und rohem Blumenkohl stellte das Team zudem einen positiven Zusammenhang zwischen dem Zuckergehalt und einer generellen Geschmacksvorliebe für das jeweilige Gemüse fest. Phenole beeinflussten die Geschmackswahrnehmung dagegen nicht.

Publikation:  Wieczorek, M.N., Dunkel, A., Szwengiel, A., Czaczyk, K., Drożdżyńska, A., Zawirska-Wojtasiak, R., Jeleń, H.H. (2022). The relation between phytochemical composition and sensory traits of selected Brassica vegetables. LWT-Food Sci Technol, 156. 10.1016/j.lwt.2021.113028.

Bachelorandin vom LSB erhält Silesia-Forschungspreis

Ute Freidinger, Bachelorandin des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (LSB), hat am 01. Februar 2022 den Silesia-Clemens Hanke Bachelor of Science Preis erhalten. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Das Thema der von Prof. Veronika Somoza und Dr. Philip Pirkwieser betreuten Arbeit lautet: Analyse von Mineralstoffen und Schwermetallen in Hühnereiprodukten mittels Inductively Coupled Plasma-Mass Spectrometry. Bereits seit 2017 unterstützt die Silesia-Clemens Hanke Stiftung Bachelor-, Master- und Promotions-Absolventen der Lebensmittelchemie an der Technischen Universität München (TUM) und zeichnet jährlich die jahrgangsbesten Abschlussarbeiten an der TUM School of Life Sciences mit ihren Forschungspreisen aus.

Das LSB gratuliert allen Beteiligten ganz herzlich!