Leibniz-LSB@TUM-News 2024

Dezember

Season’s Greetings and Best Wishes for a Happy New Year 2025!

Das Leibniz-LSB@TUM wünscht Ihnen und Ihren Familien ruhige und erholsame Feiertage und einen guten und vor allem gesunden Start in das Jahr 2025!

Astrid Fischer ist neue kaufmännische Geschäftsführerin am Freisinger Leibniz-Institut

Freising 02. Dezember 2024 - Seit dem 01. Dezember 2024 ist Astrid Fischer die neue kaufmännische Geschäftsführerin des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München. Gemeinsam mit Prof. Dr. Veronika Somoza, der wissenschaftlichen Direktorin, bildet die erfahrene Juristin nun den Vorstand des Freisinger Leibniz-Instituts. Sie tritt die Nachfolge von Michael Paul an, der von November 2021 bis Dezember 2024 den Finanz- und Verwaltungsbereich geleitet hat und aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten ist.

Weitere Informationen unter ...

November

Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für den grandiosen Beitrag!

Herzlichen Glückwunsch an Dr. Klaas Reglitz zu seinem großartigen Erfolg beim ersten Freisinger Science Slam https://curio-city.de/science-slam-freising/ der fünf führenden wissenschaftlichen Einrichtungen am Campus Weihenstephan! Mit seinem spannenden Vortrag „Aromenvielfalt im Glas: Das Geheimnis von Craft-Bieren“ belegte er gestern Abend den zweiten Platz. Die ausverkaufte Veranstaltung im Lindenkeller wurde von über 200 Gästen besucht, die die Vorträge der fünf Slammerinnen und Slammer jeweils mit ihrem Applaus bewerteten. Das Leibniz-LSB@TUM bedankt sich herzlich für den hervorragenden Beitrag und das große Engagement von Dr. Klaas Reglitz.

Erster gemeinsamer Science Slam der Freisinger Forschungseinrichtungen

Wissenschaft unterhaltsam präsentiert

Am Donnerstag, den 07. November 2024, erwartet die Stadt Freising ein ganz besonderes Highlight: Der erste gemeinsame Science Slam der fünf führenden Freisinger Forschungseinrichtungen im Lindenkeller!

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Campus Weihenstephan werden ihre Forschung in unterhaltsamen, verständlichen und humorvollen Kurzvorträgen präsentieren. Mit dabei sind die Technische Universität München (TUM), die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT), die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (Fraunhofer IVV) und natürlich auch das Leibniz-LSB@TUM. Kooperationspartner sind die MINT-Region Freising/Curiocity gGmbH und die Stadt Freising.

Für das Leibniz-LSB@TUM geht Dr. Klaas Reglitz ins Rennen. Er ist diplomierter Brau- und Getränketechnologe. Seit 2016 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Food Metabolome Chemistry am Leibniz-LSB@TUM. Im Rahmen seiner Forschung beschäftigt er sich mit den in Malz, Hopfen und Bier enthaltenen, natürlichen Aromastoffen. Sein Slam-Vortrag lautet: Aromenvielfalt im Glas: Das Geheimnis von Craft-Bieren

Das Leibniz-LSB@TUM dankt ihm ganz herzlich für sein großes Engagement und wünscht ihm viel Erfolg!

Weitere Informationen zur Buchung finden Sie unter: https://curio-city.de/science-slam-freising/

Oktober

Vollmundiger Käsegeschmack

Vorhersage der Geschmacksentwicklung dank neuer Methode bald möglich

Freising, 22. Oktober 2024 – Peptide, die während der Käsereifung entstehen, sind entscheidend für den als kokumi bezeichneten, vollmundigen Geschmack gereifter Käsesorten. Ein Forschungsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München hat nun eine neue Methode entwickelt, um diese geschmacksrelevanten Peptide präzise, schnell und effizient zu analysieren. Anhand von mehr als 120 Käseproben hat das Team zudem eine Datenbasis geschaffen, die sich künftig zur Vorhersage der Geschmacksentwicklung bei der Käsereifung nutzen lässt.

Weitere Informationen unter ...

Publikation: Fröhlich, S.M., Jünger, M., Mittermeier-Kleßinger, V.K., Dawid, C., Hofmann, T.F., Somoza, V., and Dunkel, A. (2025). Towards prediction of maturation-dependent kokumi taste in cheese by comprehensive high throughput quantitation of glutamyl dipeptides. Food Chem 463, 141130. 10.1016/j.foodchem.2024.141130. https://doi.org/10.1016/j.foodchem.2024.141130

Förderung: Dieses IGF-Vorhaben der Forschungsvereinigung Forschungskreis der Ernährungsindustrie e. V. (FEI) wurde im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. IGF-Projekt 20776 N.

„Book a Scientist“ – Das Speeddating mit der Wissenschaft

Bei "Book a Scientist" haben Sie die Chance, sich 25 Minuten lang online mit einer Expertin oder einem Experten der Leibniz-Gemeinschaft auszutauschen und alles zu fragen, was Sie schon immer zu Ihrem Lieblingsthema wissen wollten. In diesem Jahr stellen sich auch wieder Forschende des Leibniz-LSB@TUM als Gesprächspartnerinnen und -partner zur Verfügung.

  1. Getreideproteine: Von Gluten bis Zöliakie / Expertin: Dr. Barbara Lexhaller, S1, AG Food Biopolymer Chemistry
  2. Tauchen Sie ein, in die faszinierende Welt der Weinaromen / Expertin: Dr. Stephanie Frank, S1, AG Food Metabolome Chemistry
  3. Bittergeschmack: Was Sie schon immer wissen wollten / Experte: PD Dr. Maik Behrens, S2, Leiter der AG Taste & Odor Systems Reception

Welche Themen und Expertinnen und Experten der Leibniz-Gemeinschaft noch zur Auswahl stehen, erfahren Sie unter: www.leibniz-gemeinschaft.de/ueber-uns/neues/veranstaltungen/book-a-scientist.

Wann findet “Book a Scientist” statt?

Die nächste Ausgabe von Book a Scientist findet am 15. Oktober 2024 statt. Um ein persönliches Expertengespräch zu buchen, melden Sie sich für den Event-Verteiler der Leibniz-Gemeinschaft an unter . Sie erhalten dann rechtzeitig eine Einladung mit den aktuellen Gesprächsangeboten für "Book a Scientist".

September

Thaumatin: Natürlicher Süßstoff mit entzündungshemmendem Potenzial

Freising, 30. September 2024 – Eine neue Studie des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München zeigt erstmals, dass beim Verdau des natürlichen Süßstoffs Thaumatin bittere Eiweißfragmente (Peptide) im Magen entstehen. Letztere sind in einem zellulären Testsystem in der Lage, die Säurefreisetzung menschlicher Magenzellen zu stimulieren und Entzündungsreaktionen zu beeinflussen. „Unsere Forschung trägt dazu bei, die gesundheitlichen Effekte des als Süßstoff weit verbreiteten Pflanzenproteins aufzuklären“, sagt Veronika Somoza, Leiterin der Studie und Direktorin des Leibniz-Instituts.

Weitere Informationen unter ...

Publikation: Richter, P., Sebald, K., Fischer, K., Schnieke, A., Jlilati, M., Mittermeier-Klessinger, V., and Somoza, V. (2024). Gastric digestion of the sweet-tasting plant protein thaumatin releases bitter peptides that reduce H. pylori induced pro-inflammatory IL-17A release via the TAS2R16 bitter taste receptor. Food Chem 448, 139157. 10.1016/j.foodchem.2024.139157. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0308814624008069

Job-Matching-Day an der Chemieschule Dr. Erwin Elhardt in München

Am 24. September 2024 fand der Job-Matching-Day der Chemieschule Dr. Erwin Elhardt in München statt.

"Es hat viel Spaß gemacht, mit den Schülerinnen und Schülern über unsere Forschungsthemen und ihre Berufspläne zu sprechen", sagt Dr. Gisela Olias, Referentin für Wissenstransfer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Leibniz-LSB@TUM.

Neben dem Leibniz-LSB@TUM nahmen noch knapp 40 weitere Unternehmen und Forschungseinrichtungen teil.

Die Veranstaltung war dazu gedacht, den BTA-, CTA- und UTA-Schülerinnen und Schülern sowie den angehenden Chemietechnikerinnen und -technikern die vielseitigen Möglichkeiten ihres angestrebten Berufs aufzuzeigen und ihnen die Möglichkeit zu bieten, mit Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen in Kontakt zu treten.

52. Deutsche Lebensmittelchemietage in Freising!

Fünf anregende Tage des wissenschaftlichen Austausches.
Foto: Schlussworte von Prof. Dr. Corinna Dawid und ein großes Dankeschön an die tatkräftigen Helferinnen und Helfer vor Ort.

Dr. Christine A. Stübner hat Zukunftspreis der Lebensmittelchemischen Gesellschaft erhalten

Herzlichen Glückwunsch!

Die Lebensmittelchemische Gesellschaft (LChG) hat am 17. September Dr. Christine A. Stübner mit dem Zukunftspreis der Lebensmittelchemischen Gesellschaft ausgezeichnet. Die LChG ist eine Fachgruppe der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Sie vergibt den Preis seit 2020 für die beste Dissertation auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert.

Der Preis wurde der Nachwuchswissenschaftlerin des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (Leibniz-LSB@TUM) im Rahmen der Festsitzung der 52. Deutschen Lebensmittelchemietage verliehen. Die ausgezeichnete Arbeit der Lebensmittelchemikerin zum Thema „Development of the Automated Solvent-Assisted Flavor Evaporation and its Application to the Identification of the Key Odorants in Walnut Kernels“ hebt sich durch ihren innovativen Charakter und ihre besondere Bedeutung für die Zukunft und die Weiterentwicklung des Faches Lebensmittelchemie hervor.

PD Dr. Martin Steinhaus, Betreuer der Arbeit und Leiter der Arbeitsgruppe Food Metabolome Chemistry: “Dies ist eine großartige Bestätigung für die Arbeit unserer Forschungsgruppe und die Tatsache, dass von den bisherigen fünf Preisträgern zwei für am Leibniz-LSB@TUM durchgeführte Arbeiten ausgezeichnet wurden, verdient besondere Erwähnung.“

Weitere Informationen zum Preis:
https://www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft/preise-und-ehrungen.html

Lesen Sie auch:
Stübner, C. A. and Steinhaus, M. (2023). Sotolon and (2E,4E,6Z)‑Nona-2,4,6-trienal Are the Key Compounds in the Aroma of Walnuts. J Agric Food Chem 71, 7099-7108. 10.1021/acs.jafc.3c01002. https://pubs.acs.org/doi/pdf/10.1021/acs.jafc.3c01002

und https://www.leibniz-lsb.de/presse-oeffentlichkeit/pressemitteilungen/pm-20230614-pressemitteilung-walnussaroma

LSB und IVW: Leibniz-Institute aus Bayern und Rheinland-Pfalz treten Leibniz Gesundheitstechnologien bei

Jena/Freising, 09. September 2024 - Der Forschungsverbund „Leibniz Gesundheitstechnologien“ (LGT) begrüßt zwei Leibniz-Institute als neue Partner im Forschungsverbund. Mit dem Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (LSB) und dem Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe (IVW) verstärkt der Forschungs­verbund insbesondere seine Bereiche „Biomarker“ und „Bioaktive Materialien“ durch Kompetenzen in Metabolit-Analytik und Bio­informatik als auch in der Implantologie.

Weitere Informationen unter ...

52. Deutsche Lebensmittelchemietage 2024 in Freising

Vom 16. bis 18. September 2024 finden an der Technischen Universität München in Freising die 52. Deutschen Lebensmittelchemietage statt. Im Mittelpunkt der Jahrestagung der Lebensmittelchemischen Gesellschaft (LChG), der größten Fachgruppe der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), stehen Lebensmittelqualität und Verbraucherschutz.

Das vollständige Programm und weitere Informationen finden sich unter www.gdch.de/lchtage2024

Zum Ortskomitee gehören Vertreterinnen und Vertreter der GDCh, des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, der Technischen Universität München, der Kanzlei meyer.rechtsanwälte sowie Frau Prof. Dr. Veronika Somoza und Frau Dr. Stephanie Frank vom Leibniz-LSB@TUM.

August

Neu aufgelegt: Das Standardwerk zur Lebensmittelzusammensetzung!

Das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München hat das seit über 60 Jahren bewährte Nachschlagewerk komplett überarbeitet und erweitert.

Die 9. Auflage bietet:

Mehr als 800 Lebensmittel & 300 Inhaltsstoffe!
Neu dabei: Hartweizen, Emmer, Einkorn, Ingwer, Chia-Samen und mehr.
Aktualisierte Daten zu: Gluten, Omega-3-Fettsäuren, Lactose, Natrium, Fettsäuren u. a.

Perfekt für Diätetik, Ernährungsberatung, aber auch für alle in der Lebensmittelbranche.
Erhalten Sie schnelle, umfassende Informationen!

S.W. Souci (Begr.), W. Fachmann (Begr.), H. Kraut (Begr.)
P. Steinhaus (Bearb.)
Food Composition and Nutrition Tables
Die Zusammensetzung der Lebensmittel – Nährwert-Tabellen
La composition des aliments – Tableaux des valeurs nutritives

Unter Mitarbeit des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (Hg.)
9. Auflage 2024
MedPharm Scientific Publishers Stuttgart
ISBN      978-3-8047-5093-7
https://www.deutscher-apotheker-verlag.de/Food-Composition-and-Nutrition-Tables/9783804750937

Riecher für erdige Noten

Erstmals menschlicher Geruchsrezeptor für Geosmin identifiziert

Freising, 01. August 2024 - Geosmin ist eine flüchtige Verbindung mikrobiellen Ursprungs mit einem ausgeprägt "erdigen" bis "muffigen" Geruch, der die Qualität von Trinkwasser und Lebensmitteln beeinträchtigen kann. Ein Forschungsteam um Dietmar Krautwurst vom Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München hat nun erstmals den menschlichen Geruchsrezeptor für Geosmin identifiziert und charakterisiert.
Weitere Informationen unter ...

Publikation: Ball, L., Frey, T., Haag, F., Frank, S., Hoffmann, S., Laska, M., Steinhaus, M., Neuhaus, K., and Krautwurst, D. (2024). Geosmin, a Food- and Water-Deteriorating Sesquiterpenoid and Ambivalent Semiochemical, Activates Evolutionary Conserved Receptor OR11A1. J Agric Food Chem. 10.1021/acs.jafc.4c01515. pubs.acs.org/doi/epdf/10.1021/acs.jafc.4c01515

Juli

Nicht alles, was bitter schmeckt, ist potenziell schädlich. Doch warum?

Studie liefert Erklärungsansatz

Freising, 22. Juli 2024 - Ein bitterer Geschmack gilt traditionell als Warnsignal vor potenziell giftigen Substanzen. Doch nicht alle Bitterstoffe sind schädlich. So schmecken einige Peptide und freie Aminosäuren bitter, obwohl sie für den Menschen ungiftig, nahrhaft und teilweise sogar lebensnotwendig sind. Eine neue Studie des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München bietet nun erstmals eine Erklärung für dieses auf den ersten Blick paradoxe Phänomen.

Weitere Informationen unter ...

Publikation: Schaefer, S., Ziegler, F., Lang, T., Steuer, A., Di Pizio, A., and Behrens, M. (2024). Membrane-bound chemoreception of bitter bile acids and peptides is mediated by the same subset of bitter taste receptors. Cell Mol Life Sci 81, 217. 10.1007/s00018-024-05202-6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC11096235/

Juni

Nachlese zu den Münchner Wissenschaftstagen 2024

Ein herzliches Dankeschön an alle, die die Münchner Wissenschaftstage vom 28. bis 30. Juni 2024 zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben! Die Veranstaltung im Verkehrszentrum des Deutschen Museums war fantastisch besucht, und wir hatten unglaublich viel Spaß dabei, mit Euch in die Welt der Süßstoffe einzutauchen.

Lange Nacht der Wissenschaften in Berlin

Am Wochenende (22.06.2024) fand die Lange Nacht der Wissenschaften in Berlin statt. Auch das Leibniz-LSB@TUM war mit dabei und präsentierte seine Forschungsinhalte am Gemeinschaftsstand des Leibniz-Forschungsnetzwerkes "Grüne Ernährung – Gesunde Gesellschaft" in den Räumlichkeiten der Leibniz-Geschäftsstelle in Berlin. Unser Standbereich zwischen dem des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau und dem des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung im Haus der Leibniz-Gemeinschaft war super besucht. Danke für all die tollen Gespräche und das große Interesse an unserer Forschung.

Antrittsvorlesung

Die Antrittsvorlesung von Assoz. Prof. Dr. Antonella Di Pizio (Chemoinformatics and Protein Modelling), Leiterin der Arbeitsgruppe Molecular Modeling am Leibniz-LSB@TUM findet am Donnerstag, den 20. Juni 2024, um 14 Uhr, im Hörsaal 1 (Dekanatsgebäude, Alte Akademie 8, 85354 Freising) statt.

Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie erhält Zertifikat für familienfreundliche Personalpolitik

Freising/Berlin, 18. Juni 2024 - Das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München wurde mit dem Zertifikat „audit berufundfamilie“ ausgezeichnet. Michael Paul, kaufmännischer Geschäftsführer des Instituts, nahm die Auszeichnung heute offiziell im Rahmen der 26. Zertifikatsverleihung entgegen.

Unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Lisa Paus werden damit Organisationen gewürdigt, die sich für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben einsetzen. Insgesamt wurden 306 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen geehrt.

Weitere Informationen finden Sie unter berufundfamilie.de.

AgScience-on-Tap und HEF-Akademie im Sommersemester

AgScience-on-Tap beschäftigt sich im Sommersemester mit „Sustainable Food Production & Nutrition”. Im Rahmen der Freisinger Veranstaltungsreihe hielt Herr Dr. Andreas Dunkel am 05. Juni 2024 einen Vortrag im Furtnerbräu zum Thema: How Will Chocolate Taste in the Year 2100: Sustainable Food Production in Times of Climate Change.

Mai

Neuer Forschungsansatz: Mit dem Mikroskop das Mundgefühl von Lebensmitteln erforschen

Freising, 29. Mai 2024 – Ein Team um Melanie Köhler und Veronika Somoza vom Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie hat einen neuen Forschungsansatz in der Fachzeitschrift Nature Food vorgestellt. Im Fokus des Perspectives-Artikels stehen verschiedene Möglichkeiten, mittels Rasterkraftmikroskopie das Mundgefühl von Lebensmitteln zu erforschen, um die biophysikalischen Mechanismen besser zu verstehen, die zu Geschmackseindrücken beitragen. Neue Erkenntnisse in diesem Bereich könnten die Entwicklung gesundheitsfördernder Produkte vorantreiben, die weniger Salz, Fett, Zucker und Kalorien enthalten, aber trotzdem sensorisch vom Mundgefühl her überzeugen.

Weitere Informationen unter ...

Publikation: Koehler, M., Benthin, J., Karanth, S., Wiesenfarth, M., Sebald, K., and Somoza, V. (2024). Biophysical investigations using atomic force microscopy can elucidate the link between mouthfeel and flavour perception. Nat Food 5, 281-287. 10.1038/s43016-024-00958-3. www.nature.com/articles/s43016-024-00958-3

Prof. Olaf Wolkenhauer auf Platz 1 für Systembiologie in Deutschland

Herzlichen Glückwunsch zum herausragenden Erfolg!

ScholarGPS™ hat Olaf Wolkenhauer, Professor für Systembiologie und Bioinformatik, als "Highly Ranked Scholar" ausgezeichnet. Der erfolgreiche Wissenschaftler belegt in Deutschland den ersten Platz im Bereich Systembiologie (Lebenswissenschaften, bezogen auf die Publikationen während seiner gesamten Laufbahn) und weltweit den sechsten Platz (www.scholargps.com).

Olaf Wolkenhauer ist ordentlicher Professor an der Universität Rostock und gleichzeitig Gastprofessor sowie Sprecher der Sektion III und Leiter der Arbeitsgruppe Network Modeling & Machine Learning am Leibniz-LSB@TUM.

„Highly Ranked Scholars“ sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die aufgrund der herausragenden Qualität ihrer wissenschaftlichen Beiträge zu den besten 0,05 Prozent aller Forschenden in ihrem Themenfeld zählen. Die Daten zur Ermittlung der ScholarGPS™ „Highly Ranked Scholars“ basieren entweder auf den wissenschaftlichen Aktivitäten der letzten fünf Jahre oder auf denen des gesamten Lebens. Jede Publikation und jedes Zitat wird entsprechend der Anzahl der Autoren gewichtet. Selbstzitate sind ausgeschlossen.

Bitter macht den Magen sauer, aber wie?

Wie bittere Nahrungsbestandteile die Magensäureproduktion beeinflussen

Freising, 14. Mai 2024 – Im Magen sind sogenannte Parietalzellen für die Säureproduktion verantwortlich. Sie reagieren nicht nur auf körpereigene Botenstoffe, sondern auch auf bitter schmeckende Nahrungsbestandteile wie Koffein. Ein Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München hat nun eine Studie an einer menschlichen Magenzelllinie durchgeführt. Deren Ergebnisse tragen dazu bei, die molekularen Regulationsmechanismen aufzuklären, über die Bitterstoffe die Magensäureproduktion beeinflussen.

Weitere Informationen unter ...

Publikation:  Richter, P., Andersen, G., Kahlenberg, K., Mueller, A.U., Pirkwieser, P., Boger, V., and Somoza, V. (2024). Sodium-Permeable Ion Channels TRPM4 and TRPM5 are Functional in Human Gastric Parietal Cells in Culture and Modulate the Cellular Response to Bitter-Tasting Food Constituents. J Agric Food Chem. 10.1021/acs.jafc.3c09085.

IGF-Projekt des Monats Mai 2024

Fehlaroma in Multivitaminsaft: Forschungsteam entschlüsselt molekulare Ursachen und entwickelt Minimierungsstrategien

Multivitaminsaft ist in Deutschland neben Orangen- und Apfelsaft äußerst beliebt und bietet eine gute Option, die tägliche Vitaminzufuhr zu ergänzen. In der Praxis kommt es jedoch gelegentlich zu Beschwerden von Verbraucherinnen und Verbrauchern, die ein sehr charakterisches als kohlartig beschriebenes Fehlaroma wahrnehmen, während der Geschmack der betroffenen Säfte unauffällig bleibt. Dabei vermuten Forschende, dass das Fehlaroma durch das Zusammenspiel von zugesetzten Vitaminen und Saftbestandteilen entsteht. Doch die molekularen Ursachen für das Auftreten des Fehlaromas sind bisher weitgehend unklar.

Ein Fall für die Industrielle Gemeinschaftsforschung, dessen sich ein Team des Leibniz-LSB@TUM angenommen hat. Aus den Forschungsergebnissen sollen Empfehlungen zur Rezeptur und zur Lagerung für die Fruchtsafthersteller abgeleitet werden, um das Risiko einer Fehlaromabildung bei Multivitaminsaft zu minimieren.

Zum Projekt des Monats Mai 2024: https://www.fei-bonn.de/pdm-2024-05

April

Preiswerter Frühlings- oder erlesener Piemont-Trüffel?

Neue Analysemethode kann Lebensmittelbetrug aufklären

Freising, 30. April 2024 - Einige Trüffelspezies sind besonders teuer und daher oft auch das Ziel von Lebensmittelbetrug. Beispielsweise lassen sich hochpreisige Piemont-Trüffel (Tuber magnatum) anhand ihres Aussehens oft nur schwer von den preiswerteren Frühlingstrüffeln (T. borchii) unterscheiden. Zwei Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München haben nun eine neue Analysemethode entwickelt. Mit dieser lassen sich beide Trüffelspezies anhand von nur zwei Markerverbindungen objektiv und eindeutig unterscheiden. „Die Methode ist grundlegend auch für Routineanalysen geeignet“, erklärt Studienleiter Martin Steinhaus.

Weitere Informationen unter ...

Publikation: Schlumpberger, P., and Steinhaus, M. (2024). Identification of bis(methylsulfanyl)methane and furan-2(5H)-one as volatile marker compounds for the differentiation of the white truffle species Tuber magnatum and Tuber borchii. J Agric Food Chem. https://doi.org/10.1021/acs.jafc.4c00714

Boys' Day 2024

Heute nahmen 12 Schüler an einem aufregenden Workshop im Rahmen des Boys' Day 2024 teil, der gemeinsam vom Leibniz-LSB@TUM und dem Lehrstuhl für Lebensmittelchemie und Molekulare Sensorik der Technischen Universität München organisiert wurde. Die Veranstaltung bot den Schülern einen faszinierenden Einblick in die Welt der Lebensmittelchemie und Sensorik.

Dr. Johanna Kreißl vom Leibniz-Institut und Dr. Oliver Frank vom Lehrstuhl führten die Schüler durch einen spannenden Tag voller Sensorikexperimente und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Interessant war auch die Laborführung, bei der die Schüler einen Blick hinter die Kulissen der Forschungsarbeit werfen konnten. Sie erfuhren, wie Lebensmittelchemiker ihre Arbeit angehen, welche Technologien sie verwenden und welche Herausforderungen sie meistern müssen.

Der Boys' Day 2024 am Leibniz-Institut war nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltsam. Sowohl die Schüler als auch die Organisierenden hatten viel Spaß und nutzten die Gelegenheit, interessante Fragen zu stellen und über Karrieremöglichkeiten in der Lebensmittelchemie zu sprechen. Insgesamt war es ein sehr gelungener Tag, der den Schülern nicht nur Wissen, sondern auch Begeisterung für die Wissenschaft vermittelte.
 

Arabica-Kaffee: Neue Bitterstoffe identifiziert

Ein wesentliches Geschmacksmerkmal von Kaffee ist seine Bitterkeit. Dem Forschungsteam um Dr. Roman Lang vom Leibniz-LSB@TUM ist es nun gelungen, durch eine Modellröstung des Zucker-gebundenen Cafestol-Derivats „Mozambiosid“ fünf bisher noch unbekannte Bitterstoffe zu identifizieren und deren molekulare Strukturen aufzuklären. Die neu gefundenen Bitterstoffe sind teilweise potenter als die Ausgangssubstanz Mozambiosid. Letztere ist selbst 10-fach bitterer als Coffein und spezifisch in Arabica-Kaffee enthalten. Die neuen Substanzen ließen sich in gebrühtem Röstkaffee nachweisen. Genauerer Kenntnisse, wie die neuen Röstprodukte zum Bittergeschmack beitragen sind derzeit in Untersuchung.

Publikation: Czech, C., Lang, T., Graßl, A., Steuer, A., Di Pizio, A., Behrens, M., and Lang, R. (2024). Identification of mozambioside roasting products and their bitter taste receptor activation. Food Chem 446, 138884. 10.1016/j.foodchem.2024.138884. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38432139/

Riesling-Weine: Erstmals menschlicher Geruchsrezeptor für charakteristische Petrolnote identifiziert

Freising 16. April 2024 - Der Klimawandel macht auch vor Weinreben nicht halt. Zu viel Sonne führt dazu, dass das Bouquet von deutschen Riesling-Weinen immer stärker von einer Petrolnote geprägt ist, die nicht jedem mundet. Ein Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München hat nun erstmals den menschlichen Geruchsrezeptor identifiziert, der für die Wahrnehmung dieser speziellen Aromanote verantwortlich ist.

Weitere Informationen unter ...

Publikation: Haag, F., Frey, T., Ball, L., Hoffmann, S., and Krautwurst, D. (2024). Petrol Note in Riesling - 1,1,6-Trimethyl-1,2-dihydronaphthalene (TDN) Selectively Activates Human Odorant Receptor OR8H1. J Agric Food Chem. 10.1021/acs.jafc.3c08230. https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.jafc.3c08230

Herzlich Willkommen, Katharina Scherf!

Das Leibniz-LSB@TUM begrüßt Katharina Scherf ganz herzlich als neue Professorin und Leiterin der Arbeitsgruppe Food Biopolymer Chemistry. Ihr Hauptforschungsinteresse gilt der Proteinzusammensetzung von Nahrungsmitteln und weizenbedingten Erkrankungen, das heißt Zöliakie, Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität und Weizenallergie.

„Die Lebensmittelchemie ist ein interdisziplinäres Feld, das viele spannende Kooperationen mit unterschiedlichen Fachgebieten von der Pflanzenzüchtung bis hin zur Produkttechnologie ermöglicht“ sagt Prof. Katharina Scherf. Ihre Forschungsaktivitäten, u. a. im Rahmen des ERC Starting Grant GLUTENOMICS, stützen sich auf kombiniertes Fachwissen in den Bereichen Lebensmittelchemie, analytische Chemie, Proteomik und immunologische Tests.

Nach ihrem Studium und den Anfängen ihrer wissenschaftlichen Karriere an der Technischen Universität München, kehrt sie nach fast fünf Jahren als Professorin am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) an den Campus Weihenstephan zurück. Gleichzeitig zur Ihrer Tätigkeit am Leibniz-LSB@TUM hat sie seit April 2024 die Professur für Food Biopolymer Systems an der TUM School of Life Sciences inne.

Kurzprofil: https://www.leibniz-lsb.de/institut/mitarbeiterinnen/kurzprofil-prof-dr-katharina-scherf

Beitrag auf der Webseite der TUM: www.ls.tum.de/ls/presse/aktuelles/nachricht-detail/article/willkommen-katharina-scherf/

März

Frohe Ostern

Das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München wünscht allen ein frohes Osterfest 2024!

Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der TU München ist an neuen Leibniz-Labs beteiligt

Freising, 21. März 2024 - In seiner Sitzung am 19. März 2024 hat der Senat der Leibniz-Gemeinschaft weitreichende Entscheidungen in verschiedenen institutsübergreifenden Förderformaten getroffen. In einem neuen Format bewilligte der Senat erstmals drei Leibniz-Labs. Jedes dieser Labs wird für drei Jahre mit drei Millionen Euro gefördert. Das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München ist an zwei der Leibniz-Labs beteiligt.

Weitere Informationen unter ...

Tolle Neuigkeiten!

Ein Artikel vom Leibniz-LSB@TUM hat genug Downloads erhalten, um ein #TopDownloadedArticle in der Fachzeitschrift Molecular Nutrition & Food Research zu werden, die vom Wiley-Verlag herausgegeben wird. Der Artikel wurde so oft heruntergeladen, dass er zu den Top 10 Prozent aller veröffentlichten Artikel im letzten Jahr gehört.

Herzlichen Glückwunsch an: Dr. Gaby Andersen, Kristin Kahlenberg, PD Dr. Dietmar Krautwurst, und Prof. Dr. Veronika Somoza

Publikation: Andersen, G., Kahlenberg, K., Krautwurst, D., and Somoza, V. (2022). [6]-Gingerol Facilitates CXCL8 Secretion and ROS Production in Primary Human Neutrophils by Targeting the TRPV1 Channel. Mol Nutr Food Res, e2200434. 10.1002/mnfr.202200434.
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1002/mnfr.202200434

Lesen Sie auch: Scharfstoff aus Ingwer versetzt Immunzellen in erhöhte Alarmbereitschaft
https://www.leibniz-lsb.de/presse-oeffentlichkeit/pressemitteilungen/pm-20230214-pressemitteilung-ingwer-immunsystem/

Dr. Melanie Köhler erhält Status eines TUM Junior Fellows

Herzlichen Glückwunsch an Dr. Melanie Köhler, Leiterin der Nachwuchsgruppe "Mechanoreceptors" am Leibniz-LSB@TUM, zur Verleihung des Status eines „TUM Junior Fellows“ im Januar 2024. Diesen Titel vergibt die Technische Universität München (TUM) seit 2007 an herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die in hochkompetitiven wettbewerblichen Programmen unabhängige drittmittelfinanzierte Nachwuchsgruppen eingeworben haben. Dieser exklusive Kreis umfasst talentierte Forscherinnen und Forscher, die bisher keine Tenure Track Professur innehaben.

TUM Junior Fellows sind berechtigt für ihre eigenen Mitarbeiter als Erstgutachter in Promotionsverfahren zu fungieren und in Analogie Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten zu begutachten.

Weitere Informationen finden Sie nun auch online bei der TUM unter …

Weintrauben der Sorte Muscaris: Molekulares Geheimnis um Litschi-Note gelüftet

Freising, 11. März 2024 - Einem Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München ist es gelungen, erstmals die Geruchsstoffe zu identifizieren, die für die charakteristische Litschi-Note von Trauben der Rebsorte Muscaris verantwortlich sind. Die neuen Erkenntnisse sind Basis für weitere Studien, die untersuchen, inwieweit die aromarelevanten Verbindungen aus den Trauben in Wein übergehen. Gleichzeitig bieten sie eine wissenschaftliche Grundlage für die gezielte Züchtung innovativer und widerstandsfähiger Rebsorten mit ausgeprägt fruchtigen Aromaeigenschaften.

Weitere Informationen unter ...

Publikation: Wang, X., Frank, S., and Steinhaus, M. (2024). Molecular Background of the Lychee Aroma of Vitis vinifera L. 'Muscaris'. J Agric Food Chem. 10.1021/acs.jafc.3c08298.
pubs.acs.org/doi/full/10.1021/acs.jafc.3c08298

Förderung: Xingjie Wang was supported by a scholarship from the China Scholarship Council (CSC) (grant no. 201906300007).

Studien zum Kaffeekonsum - Biomarker validiert

Um in Ernährungs- und Gesundheitsstudien den Kaffeekonsum zu erfassen, sind Forschende meist auf Selbstauskünfte der Teilnehmenden angewiesen. Diese sind jedoch nicht immer verlässlich. Ergänzende Untersuchungen, mit denen sich der individuelle Konsum objektiv anhand von Biomarkern überprüfen ließe, wären daher wünschenswert. Ein Forschungsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München hat nun einen spezifischen Inhaltsstoff von Röstkaffee hinsichtlich seiner Eignung validiert und schlägt ihn als verlässlichen, praktikablen Lebensmittel-Biomarker vor.

Weitere Informationen unter ...

Publikation: Brandl, B., Czech, C., Wudy, S.I., Beusch, A., Hauner, H., Skurk, T., and Lang, R. (2024). Validation of N-Methylpyridinium as a Feasible Biomarker for Roasted Coffee Intake. Beverages 10, 12. 10.3390/beverages10010012. https://www.mdpi.com/2306-5710/10/1/12

Februar

Workshop vom 22.-23. Februar 2024 in Palmerston North, Neuseeland!

PD Dr. Martin Steinhaus, Leiter der Arbeitsgruppe Food Metabolome Chemistry am Leibniz-LSB@TUM, stellte auf Einladung von AgResearch im Rahmen eines Vortrags in Palmerston North, Neuseeland, die neuesten Forschungsergebnisse des Instituts vor.

An dem von rund 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besuchten Veranstaltung nahmen Mitarbeitende von AgResearch, der Massey University und des Riddet Institutes teil. „Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und eröffnet spannende Möglichkeiten für zukünftige Kooperationen und gemeinsame Forschungsprojekte“, berichtet Martin Steinhaus.

Das AgResearch ist das größte der acht neuseeländischen Crown Research Institute. Das Riddet Institut gilt als führendes nationales Zentrum der neuseeländischen Lebensmittelforschung.

Alltagskompetenzen stärken

Am 21. Februar 2024 besuchten Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen des Josef-Hofmiller-Gymnasiums in Freising die Technische Universität München (TUM) im Rahmen einer Schulveranstaltung zum Thema „Alltagskompetenzen“. Gemeinsam mit Dr. Oliver Frank vom Lehrstuhl für Lebensmittelchemie und molekulare Sensorik der TUM und Dr. Johanna Kreißl vom Leibniz-LSB@TUM tauchten sie tief in das Thema "Nahrungsmittel in einer globalisierten Welt“ ein. Die interaktive Schulveranstaltung, organisiert in Zusammenarbeit mit der TUM und dem Leibniz-Institut, stärkte nicht nur das Verständnis für die Komplexität von Lebensmitteln, sondern inspirierte auch zu einem bewussteren Umgang mit Nahrungsmitteln und der Umwelt.

Mehr Informationen unter: https://johogym-freising.de/nahrung-wissenschaftlich-betrachtet-exkursion-der-8-klassen-zur-tum/

Stellungnahme zum Ergebnis des ersten, vom Deutschen Bundestag eingesetzten, Bürgerrates „Ernährung im Wandel“ veröffentlicht

Freisinger Professorin ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Bürgerrates

Freising, 22.02.2024 - Der Bürgerrat des Deutschen Bundestages zum Thema „Ernährung im Wandel“ hat am Dienstag, 20. Februar 2024, seine Ergebnisse in Form eines Bürgergutachtens (20/10300) an Bundestagspräsidentin Bärbel Bas sowie Vertreterinnen und Vertretern der Fraktionen überreicht. Zehn Mitglieder des den Bürgerrat beratenden wissenschaftlichen Beirats haben zum Ergebnis des ersten, vom Deutschen Bundestag eingesetzten Bürgerrates „Ernährung im Wandel“ eine Stellungnahme veröffentlicht. Frau Prof. Dr. Veronika Somoza, Direktorin des Freisinger Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München, ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats, dem insgesamt elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angehören.

Weitere Informationen unter ...

Gratulation: Doktorandin und Nachwuchsgruppenleiterin erhalten Posterpreis

Herzlichen Glückwunsch! Julia Benthin, Doktorandin in der von Dr. Melanie Köhler am Leibniz-LSB@TUM geleiteten Nachwuchsgruppe „Mechanoreceptors“, und Melanie Köhler selbst wurden am 04. Februar mit dem 1. bzw. 3. Posterpreis im Rahmen des renommierten Linz Winter Workshops 2024 ausgezeichnet. Der 1. Preis für das Poster von Julia Benthin mit dem Titel “Mouthfeel - How texture influences taste qualities studied by nanobiophysical approaches” im Wert von 490 € ist mit einer kostenlosen Teilnahme am nächsten Linz Winter Workshop im Jahr 2025 verbunden und wurde vom RSC Mechanochemistry Journal gesponsert.

Foto (v.l.n.r.): Von links nach rechts: Dr. Yoo Jin Oh (Gruppenleiterin, JKU Linz, Österreich), Prof. Dr. Peter Hinterdorfer (Leiter des Instituts für Biophysik, JKU Linz, Österreich), Prof. Dr. ir. Ronnie G. Willaert (3. Platz, Vrije Universiteit Brussel, Belgien), Kerstin Blank (Prof. Dr. Kerstin Blank, Leiterin des Departments für Biomolekulare & Selbstorganisierende Materie (BiOM), JKU Linz, Österreich; Mitglied des Editorial Board von RSC Mechanochemistry,), Julia Benthin (1. Platz), Sarah Stainer (2. Platz, Doktorandin, JKU Linz, Österreich), Melanie Köhler (3. Platz).

Leibniz Down Under

Zu einer Delegationsreise sind im Februar 22 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 18 Leibniz-Instituten nach Australien aufgebrochen. Darunter auch PD Dr. Martin Steinhaus, der die Arbeitsgruppe Food Metabolome Chemistry am Leibniz-LSB@TUM leitet.

Die elftägige Reise führte in die vier Wissenschaftsstandorte Melbourne, Canberra, Sydney und Brisbane mit diversen Universitäten und Forschungsinfrastrukturen. Auf dem Programm standen 70 Termine, darunter 47 fachliche Workshops zur Anbahnung und Vertiefung von Kooperationen zwischen Leibniz-Instituten und Partnereinrichtungen in Australien

Wir danken für die Gastfreundschaft von Monash University, University of Melbourne, The Australian National University, University of Sydney, University of Technology Sydney, UNSW, Macquarie University, QUT (Queensland University of Technology), The University of Queensland sowie der Deutschen Botschaft.

Lesen Sie mehr unter: https://lnkd.in/d3uPuNG2

Rätsel um neuen, nelkenartigen Fehlgeruch von Orangensaft gelöst

Ein Forschungsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München hat das Rätsel um einen neuen, nelkenartigen Fehlgeruch von Orangensaft gelöst, dessen Ursache bislang unbekannt war. Die Studie belegt erstmals, dass die unerwünschte Fehlnote auf den Geruchsstoff 5-Vinylguajacol zurückzuführen ist. Wie die Studienergebnisse zeigen, entsteht die Substanz vor allem während des Pasteurisierungsprozesses, wenn Rückstände eines Reinigungsmittels mit einem natürlichen Inhaltsstoff des Orangensafts unter Hitzeeinwirkung reagieren.

Weitere Informationen unter ...

Publikation: Bauersachs, E., Walser, V., Reglitz, K., Dawid, C., and Steinhaus, M. (2024). Peracetic acid residues in orange juice can lead to a 5-vinylguaiacol-induced clove-like off-flavor via Baeyer-Villiger oxidation of hesperidin. Food Chemistry 440, 138252. doi.org/10.1016/j.foodchem.2023.138252.

 

Januar

Herzlichen Glückwunsch!

Alexandra Steuer, Doktorandin in der Forschungsgruppe Molecular Modeling von Assoc. Prof. Dr. Antonella Di Pizio am Leibniz-LSB@TUM, ist eine der Preisträgerinnen des 14. GIRACT European PhD in Flavor Research Awards 2023-2024. Der Preis soll die innovative Geschmacksforschung unter Doktorandinnen und Doktoranden an europäischen Universitäten und Forschungseinrichtungen fördern. Bewerben können sich Doktorandinnen und Doktoranden, die an Universitäten und Forschungsinstituten in 35 europäischen Ländern eingeschrieben sind (Europäische Union, Island, Norwegen, Russland, Serbien, Schweiz, Türkei, Ukraine und Vereinigtes Königreich).

Der Titel des von Alexandra Steuer eingereichten Projekts lautet: “Decoding peptides’ bitter taste through machine learning models”.

3. Platz für Perspective-Artikel in JAFC

Die Zeitschrift Journal of Agricultural and Food Chemistry (JAFC) hat ihre meistgelesenen Perspective-Artikel aus dem Jahr 2020 vorgestellt. Der Artikel: The True Value of Spirulina von Silke Grosshagauer, Klaus Kraemer und Veronika Somoza (Direktorin des Leibniz-LSB@TUM) hat es auf Platz drei geschafft, wozu das Leibniz-LSB@TUM herzlich gratuliert.

Die Perspective-Artikel in JAFC sind kurze Erörterungen eines bestimmten Fachgebiets, die den Lesern helfen sollen, mit den Fortschritten und Trends in der Agrar- und Lebensmittelchemie außerhalb ihres eigenen Fachgebiets Schritt zu halten.

Zusammenfassung des Artikels: Algenprodukte stoßen aufgrund ihres angenehmen Geschmacks und ihres hohen Gehalts an Proteinen, essenziellen Aminosäuren, Vitaminen und Mineralien auf ein wachsendes Interesse. Vor allem Spirulina-Produkte werden wegen ihres hohen Vitamin-B12-Gehalts stark beworben. Bisher gibt es nur wenige Erkenntnisse über die Kontamination mit Cyanotoxinen, Schwermetallen, Pestiziden oder polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), obwohl einige Studien über hohe Schadstoffgehalte in Spirulina-Produkten berichten. Die regelmäßige Einnahme von Spirulina und sehr wahrscheinlich auch anderer Algenprodukte als Nahrungsergänzungsmittel im Grammbereich erfordert eine genauere Überwachung potenziell schädlicher Inhaltsstoffe.

Frohes neues Jahr!